Voller kristallisierter Wolkenbäuche
hängen die Birkenzweige,
der Fliederbusch und
die Hibiskussträucher,
sogar auf der Wäscheleine
halten sie sich
im Gleichgewicht
und der Mond,
fast noch voll,
hängt am Himmel,
umleuchtet vom Blau,
und lacht auf die Mütze,
die den Eibenbaum krönt.
Voller Verse hängt dieser Wintertag
in meinem Wachtraum.
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Zunächst brauche ich viel Zeit für Enkelkinder. Tut mir leid! Aber es kommen auch wieder ruhigere Zeiten. Bis dann …
In den Sand
Des vertrockneten Flussbetts
Schreibt sie ihre Geschichte
Die Tränen der Rührung
Bewässern den Fluss
Fruchtbar gemachtes Land
Der Verheißung
Erfüllt sich
Mit dem Duft
Der wohltuenden Veilchen
Violett glänzen
Die Lobreden
Des Wiederbelebten
Und er macht sich auf den Weg
Ewig wiederkehrender Wohltat
Anfänger der Kunst zu bleiben, o b w o h l bereits reichlich Voraussetzungen genutzt werden können, das ist die wahre Kunst.
… angeregt durch wortmeer´s „kurz gedacht“ vom Nikolaustag und einem Kommentar dort dazu von Petros .
… heute ist unser fünftes Enkelkind gesund auf die Welt gekommen: die Jola. Meine Freude ist riesengroß und ich wollte sie mit Euch/Ihnen teilen …
Nachdem ich gestern nach Jahren Jochen wiedergetroffen habe, hier mein Gedicht aus dem Schlesienaufenthalt von 2004:
In Mireks Mund
lebt Krummhübel
wie in Jochens schlesischer Jugend
für uns Touristen.
Mit dem Turm aber aus Granit
toppte der Preußenkönig
die Nobilität des Nordischen,
ins ehemalige Piastenland
verpflanzt.
Stumm stehen die Masten
der Stabkirche
am Fuße der Schneekoppe
inmitten des Schnäppchenverkaufs
gegen Euros.
Mireks Freundlichkeit
übersteigt seinen bescheidenen Stolz.
Brigittes Waldau-Schmerz
wird durch seine enzyklopädische Empathie
mehr gemildert
als durch ihre ferne Stuttgarter Waldau.
Unsere nationale Geschichte:
überschüttet von einer Schicht
alltäglicher Selbstverständlichkeit
der nu mal aus ihrer Geschichte
hierher Verpfropften.
Ihre und unsere Gegenwart
in dieser Verwerfung
wird morgen
ein merkwürdiger Moment sein
der Geschichte.
Die Schleusen des Himmels,
zu weit geöffnet,
bringen zu viel Schwall
auf das Mühlrad
der Tage.
Ihnen scheint
es gleichgültig zu sein,
wenn da was
durchdreht.
–
Kommentargedicht zu Syntaxias „Endloser Regen“
–
Hermann Josef Schmitz“ hat eine „Variation“ zu beiden Gedichten, dem von Syntaxia und mir, geschickt:
hinter den regenstäben
behütest du meinen schlaf
befiehlst dem eigenen atem
zu schweigen
verschliesst bedrohlichen träumen
türen und fenster
verschwinden im aufschrieb
nächtlicher zeit
an ihren häuserwänden
zeichnen sie die zahlen aufs neue
(c) Hermann Josef Schmitz 7.12.2008
Keimende Samen
Haben keine Angst
Vor der Dauer.
Überdauernd
Spannen sie den Bogen
Ins Zukünftige,
Umhüllend das Werdende,
Vorbereitend das Treffliche
Im Seminar der Erkenntnis
Des Wesentlichen,
Schon fertig Angelegten
Im Kern.
Erleuchtetes Dunkel,
in Ehren geboren,
Mutter des Werdens,
Mutter des Lichts.
Dunkles Geheimnis,
Offenbarung gebärend,
gewordene Verheißung
im Schlaf, der Heimat der Träume.
Eingebettet ins Dunkel
werden die Hoffnungen,
liebend die Ruhe,
aus der die Kraft wächst.
Visionen ohne fahles Hintergrundleuchten.
Vorwärtsdrängendes keimend umhüllend.
Ideengebärend wächst Zweighaftes,
Erfüllung tragend, Reichtum
der Möglichkeiten.
–
Paul Spinger hat dazu Folgendes geschrieben:
Wir sehn das Sternenfunkeln
Ja immer nur im Dunkeln.
(Dieser Text ist übrigens für mich (Helmut Maier) ein Paradebeispiel für die innige Verschmelzung von Poesie und Aphorismus)
Ohne Dunkelheit verschwenden brennende Kerzen ihr Licht.