Lyrisches von Helmut Maier

Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 96)

Mal etwas Nichtlyrisches

Auf jeder Sitzrückseite im ICE:

„Ihre Servicewelt : Einchecken, entspannen & genießen“

Die Wirklichkeit: Der ICE nach Hamburg fährt schon 5 Minuten später ab als angegeben.
In den sind wir in Stuttgart von einem ICE Richtung Mannheim gekommen, weil dort nach einer längeren Wartezeit vor der geplanten Abfahrt eine Reparatur an der Lok vorgenommen werden musste und uns schließlich gesagt wurde, dass Reisende nach Mannheim mit einem anderen ICE in Richtung Hamburg fahren könnten.

In den genannten ICE nach Mannheim wiederum waren wir gekommen, weil der ICE von Esslingen nach Bruchsal einfach ausgefallen ist und wir stattdessen mit der S-Bahn nach Stuttgart in den ICE nach Mannheim einsteigen wollten.

Eigentlich wollten wir in Bruchsal umsteigen nach Heidelberg, wo wir die Schwester unserer Schwägerin mit ihrem englischen Mann treffen wollten, haben aber inzwischen mit ihnen über Handy vereinbart, sie in Mannheim zu treffen.

Das gelang zum Glück. Allerdings einige Zeit später!
Was für ein Glück auch, dass da wieder dieser wunderschöne Satz über das Genießen zu lesen war.

Helden?

Ist Trump ein Held?
Er will die Schiffe hinter der Meerenge von Hormus
ins „Freie“ hinausführen –
mit eigenem (?) Risiko.

Aber wer hat Iran dazu bewogen
die Meerenge von Hormus
zu sperren. Das war Trump
(verbunden mit Israel – wie kam es denn dazu?)

So ist auch dieser Krieg:
jeweils ein eigenes Risiko.
So ist der Krieg:
mit Risiken für die Soldaten,
ja, nur der Soldaten
und der Besatzung in diesem Fall
der Schiffe, die dort
in der Falle sitzen,
und sonst von Zivilisten,
die das größte Risiko tragen.
Tausende werden es immer.
Auf beiden Seiten.
Ja, so ist der Krieg.

Einmal k e i n Gedicht

Ich habe gerade den Roman Beduinenmilch von Nirit Sommerfeld fertiggelesen. Ich muss sagen: So bewegt wie bei diesem Buch war ich selten, möglicherweise noch nie vorher.
Eine siebzehnjährige junge Frau reist nach Israel. Sie steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Sie ist, da ihre Eltern Israelis und Deutsche sind, auch mit einem israelischen und deutschen Pass ausgestattet.
Sie entscheidet sich schon ohne Wissen ihrer Eltern dafür, in Israel Soldatin zu werden.
Doch ihre grausigen Erfahrungen in Israel, die der Leserin oder dem Leser die ganze schlimme Geschichte Israels deutlich macht, bringen sie während ihres Aufenthaltes immer mehr zu dem Entschluss, eben nicht Soldatin zu werden, obwohl sie gerade durch ihre schönen und auch aufregenden Erfahrungen in Israel dieses Land immer mehr als ihre eigentliche Heimat empfindet – was sie ihren Eltern lange nicht mitzuteilen in der Lage ist.
Doch am Schluss kommt alles ganz anders, als sie es zunächst empfunden hat, und sie trifft eine andere Entscheidung als sie es selbst erwartet hatte.

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