Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

Der April

Der April, er donnert mal kräftig,
er tobt wie der November,
er ist voller Licht
und Sonnenschein,
wenn man ihn ein paar Stunden lässt,
dann rauscht der Regen nieder,
ja, er tut, was er will.
Und immer noch ist so viel Krieg.

Mai?

Keine Woche mehr,
bis es April wird.
Was ändert sich nun
im näheren Monat?
Hell genug ist es ja
und Aprilwetter wird nicht gerade,
was wir uns wünschen.
Ich warte schon auf Mai.
Der wird grün und schön,
denke ich mir.

Frühlingsanfang

Der Frühling, der ist da!
Er singt und tanzt.
Zwar tanzen eher noch die Wölkchen
am Himmel rum,
doch scheint schon die Sonne.

Ich tanzte gerne mit,
wenn‘s meine Bronchien erlaubten.
Aber die, die bellen noch ein bisschen;
doch das wird besser!

So sei‘s nun offiziell verkündet:
Heute ist Frühlingsanfang!

Gegen den Strich

In der Ukraine
und noch schlimmer in Palästina
geht es leider
gegen den Strich.

Denn alle großen Mächte
sind eigentlich dagegen,
wenn es nicht
auch für sie
äußerst günstig ist.

Und Europa,
eigentlich immer noch im Schleppzug
der Amerikaner
versucht doch gegenzusteuern.
Aber sie tut dabei das Falsche:
Aufrüsten mit allem, was geht,
koste es den eigenen Zerfall

oder Untergang.

An Juchzger*

I mach an Juchzger, so schee isch‘s!
D‘Sonn scheint so warm.
Ond I ben en‘ra sauscheena Schdimmong –
i ka eich kaum saga wia wonderschee!
S‘isch d‘r reinschde Sommer drussa.
Ond i mach me uf da Weag!
Denn drussa isch‘s no scheen‘r!


*ein schwäbisches Gedicht

Ich jauchze

Blauer Himmel.
Ganz wenige Schleierwolken.
Und eine für den Winter ungeahnte Temperatur.
Mich rührt das ungemein an,
ist das schon fast Sommer!

Ich danke dem Schicksal
(das es ja gar nicht gibt)
für dieses Lebensereignis,
für diese Lust.

Wie wunderbar
(ach, es gibt keine Wunder),
aber doch tu ich‘s:
ich jauchze!

Ich habe mich wieder eingekriegt

Ich habe mich wieder eingekriegt!
Oh nein, mit „Krieg“ habe ich nichts am Hut!
Aber wirklich: Mir gehts inzwischen
wieder viel besser – ein paar Tage nach der Wahl!

Ich weiß ja: die Realität
darf man nicht aus den Augen verlieren.
Immer nur Träumen nachjagen
hat auch keinen Wert.

Obwohl ich ja tief im Inneren weiß:
Nur Träumen ist das wahre Leben.
Nichts sonst bringt uns heraus
aus allem Einerlei.

So träume ich weiter
von einer schönen, neuen Welt!
Die muss doch irgendwann kommen!

Wenn alles anders kommt als gewünscht

Wenn alles anders kommt als gewünscht.
Wenn alles so kommt wie befürchtet.
Wenn die nicht gewinnt, die alles setzt
auf Frieden – dann …

Dann bleibt die Hoffnung,
dass doch letztendlich alles so kommen wird
eines Tages,
wie es kommen muss.

Diese Hoffnung bleibt.
Sie ist unbezwingbar,
wenn das Richtige doch
gewünscht wird, wenn es Zeit ist.

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