Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Weblog

Schreibe ich
für die Schublade?
Nein!
Schreibe ich
für das Internet?
Nein!
Schreibe ich für das
Blog?
Nein!

Ich schreibe nicht
für den Block.
Ich benütze
den Block,
um drauf zu schreiben.
Ich schreibe nicht
für das Blog.
Ich benütze
das Blog,
um darauf zu schreiben
für mich,
für euch,
für alle die,
die´s lesen wollen.

Ende des Ersten Weltkriegs

In den Ländern der Kriegsgegner Deutschlands im Ersten Weltkrieg wird und wurde heute des Kriegsendes durch den im Wald von Compiegne unterzeichneten Waffenstillstand gedacht.

Eigentlich sollte Deutschland an diesem Tag des Mathias Erzberger gedenken, der den Mut hatte, diesen Waffenstillstand für Deutschland zu unterzeichnen. Erzberger stammte übrigens aus Buttenhausen auf der Schwäbischen Alb in Württemberg. Er wurde später Opfer eines Attentats durch unverbesserliche Nationalisten.

Beschwerde ;-)

Um die Zeit: 11.11. 11Uhr11 hatte meine Internetverbindung eine DSL-Störung, verbunden mit gestörtem Telefon und automatischer Abschaltung des WLAN. Da fühlt man sich ganz abgemeldet!

Falls jemand außer mir beeinträchtigt war, hoffe ich auf so großes Mitleid, dass das Verständnis vorherrscht.

Theater des Absurden

Mein Text „Meditation des Absurden“ wurde angeregt durch das Theater des Absurden:
https://www.pohlw.de/literatur/theater/absurd.htm:

In der Esslinger Landesbühne wird und wurde Ionescos Stück „Die Unterrichtsstunde“ gegeben. Am Samstag habe ich die Premiere erlebt. Was ich heute allerdings darüber in der Esslinger Zeitung gelesen habe, hat mich enttäuscht, weil von dem, was im oberen Link zu erfahren ist, wenig oder gar nichts deutlich wurde. Schade!

Meditation des Absurden

Dass Normales nicht normal ist,
ist absurd.
Dass Schönes hässlich ist,
ist absurd.
Dass Sprachen nicht Sprachen sind,
ist absurd.
Dass Klänge Missklänge sind,
ist absurd.

Dass Kinder nicht
Kinder sein dürfen,
dass kranke Menschen
zur Arbeit gehen müssen,
dass Menschen in Not
keine Hilfe bekommen,
das alles
ist doch absurd.

Dass Unnormales normal ist,
ist gewiss auch absurd.
Dass Menschen bestraft werden,
wenn sie nicht morden wollen,
ist doch absurd.
Dass Menschen Feinde sind,
weil es die öffentliche Meinung
ihnen sagt,
ist absurd.

Guantanamo
ist absurd.
Dass Kriege
Friedensmissionen heißen,
ist absurd.
Kriege sind
immer absurd.

Dass man Menschen
nicht warnen darf
vor Gefahren,
weil sie ja volljährig sind
und selber wissen können,
was sie tun,
das ist absurd.
Vor allem,
wenn sie sie dennoch
heraufbeschwören.

Dass Visionen
von einer besseren,
nicht absurden Welt
krank genannt werden
können:
das ist absurd.

Ist´s nicht absurd,
wenn man zum Schluss kommt,
dass unsere Welt
nicht absurd ist?

Anerkennung

Das Leben schrieb mir ein Gedicht.
Ob ich´s genügend schätze?
Ich las es oft genug wohl nicht,
sitz‘ oft nur da und schwätze.

So voller Wohlklang ist es doch.
Ich will´s nicht immer hören.
Dass ich nur auf den Missklang poch”˜,
das wird sich nicht gehören.

Doch schreib ich mir den lieben Text
Nun in mein Tagbuch treulich.
Und sollt ich klagen, dann zunächst
hol ich mir´s her und freu mich.

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