Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Tschechisch-Unterricht auf dem Maier-Lyrik-Blog ;-) Teil 4

„Die Blätter fallen, fallen wie von weit …“ Das ist doch …. Richtig: (hier klicken)

Ob dieser Dichter Tschechisch konnte? Das fragte ich mich und fand hier eine Antwort.

Der November jedenfalls heißt auf Tschechisch: listopad, was so viel heißt wie ‚Blätterfall(-Monat)‘:

‚list‘ heißt: das Blatt;   ‚pad‘ heißt: der Fall                  –                  Alles klar?

Hope for the World

Was für ein Drama
Es wurde Obama
Ein Am´rikanischer Traum
Hat in mir nun auch Raum


(Barack Obama am 5.11.08 in Chicago: "Wenn es da draußen immer noch jemanden gibt, der daran zweifelt, dass in Amerika alles möglich ist, wenn es jemanden gibt, der glaubt, der Traum unserer Gründerväter sei nicht mehr lebendig, der an der Kraft der Demokratie zweifelt - dann ist diese Nacht unsere Antwort darauf.")

Vor-Urteil

Ein riesiger Stecken nur,
in den Himmel ragend:
im Sommer ein Baum.
Ein paar struppige Reiser daran.
Hoffnungslos
scheint es.
Ich weiß:
Sie werden grünen
und spotten
über die kurze Lebenszeit

der Menschen.

Kommentargedicht von Paul Spinger :

Ach nein, oh nein,
Sie spotten nicht.
Was soll schon sein?
Novemberlicht
Verbirgt nur,
Aber spottet nicht.

Man möchte meinen, ´s wär ein Traum,
Denn alle Kraft steckt tief im Baum.

Modebewusstsein

Heute einmal
Bin ich modebewusst:
Graustufen:
Meine Socken: anthrazit.
Meine Hose: dunkleres Grau.
Mein Pullover: helleres Grau.
Mein Bart: schon fast weiß.
Nur der Hemdkragen
Mit seinem Rot
Fällt aus dem Rahmen.
Kontrapunkt.
Punkt.

Elsas lyrischer Kommentar:

ein bisschen eitel

im angesicht des nun schon
weißen bartgestrüpps ~ so schnell ~
wege erfinden in grau schwarz
ein hauch von rot

ich lächle

Sommerende

In der Samhain-Nacht
Aufgewacht
Im Dösen
Ein paar Seelenordner
Entrümpelt
Neue Seiten aufgeschlagen
Gedankenstifte bereitgelegt
Erinnerung:
Anfang ist immer

Erwartung

Aus den Blüten
eurer Eingebungen,
trübe Novembertage,
gut gewässert
durch perlenden Regen,
lasse ich Beeren reifen
in der Sonne
der Imagination,
der geheimnisvollen.

Will sie dann ernten,
wenn manche Tagstunden mehr
zur Nachtzeit geworden
und die Tatkraft
zu erlahmen droht.

Die Süße des Schwelgens
in Heimeligkeit
soll mich tragen
in neue Gefilde
des Seins.

Windrose

Ein Kreuz ist es
Mit der Notwendigkeit
Entscheidungen rasch
Zu treffen.

Warum nur
Hat die Windrose
Vier Richtungen?

Wer´s zu was
Bringen will,
Muss sie beherrschen.

Nur in der Quintessenz
Lässt es sich ruhen.

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