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Pressefreiheit für wenige:
für die sehr kapitalkräftigen?
War das damals so gemeint im Grundgesetz?
*ein Achtundzwanziger
Wo bleibt eure Unterwerfungsgeste
gegenüber der herrschenden Presse?
Tritt sie nicht auf
im Namen der Pressefreiheit?
Doch warum sind Printmedien
in immer weniger Händen?
Sind Pressekonzerne nicht gleichzusetzen
mit Oligarchen?
Sind Oligarchen geschützt
durch unser Grundgesetz?
Sind Printmedien sonst
(also ohne Pressekonzerne)
nicht mehr überlebensfähig?
„Wer liest denn noch Zeitung?“,
höre ich sagen.
„Immer noch so viele,“ meine ich,
„dass sie Zünglein sind an der Waage,
wenn relevante Entscheidungen
anstehen im Staat und durch sie
Mehrheiten im Volk fürs eine
oder das andere entstehen:
fürs Vernünftige (das durch
sachliche Information gefördert werden kann)
oder für die Erfüllung der Wünsche
der Mächtigen in der Gesellschaft,
weil sie das Sagen immer mehr haben.“
Demokratie hängt auch ab
von wirklich freier Presse,
die nicht den Oligarchen gehört.
Ein Pompeosischer Trumpelvorstoß:
Kündigung des INF-Vertrags:
Freiheit
zum todesmutigen Wettrüsten:
Wer zuerst zieht, stirbt selbstbestimmt.
Echter Männer-Deal!
Goldgeäst des Vergehens.
Graugeäst der Erfahrung darunter.
Vielleicht bleibt die
im Wort
als Kristallstruktur
der Kommunikations-Tools
im Speicher der Völker.
*Einleitungsgedicht auf meiner alten Website Maier-Lyrik
Auf der Flucht
vor dem Steckenbleiben
in ungesicherten Verhältnissen.
Auf der Flucht
vor denen, die
unaufhörlich
stürzen die Menschen
in Bedrängnis.
Auf der Flucht
vor der tödlichen Drohung.
Auf der Flucht
aus dem finsteren Loch,
umgeben von kaltem Gemäuer
der Intoleranz,
die uns gefangen hält.
Auf der Flucht.
Fliehen
als einzige Option,
dem Unmenschlichen
Widerstand endlich
zu leisten.
Rechtsextremisten unterscheiden sich von rechtsorientierten Demokraten, indem sie für sich in Anspruch nehmen nach vermeintlichem Recht nach ihrem Gusto leben zu dürfen.
Unterstrichene Wörter.
Umrahmte Wörter.
Wichtige Wörter.
Wichtige Worte.
Herausforderungen.
Sich hineinknien.
Erfolg oder Misserfolg.
Jedenfalls:
nicht umsonst.
Sind wir frei
– auf den Mond zu fliegen?
„Die Chinesen“ sind’s!
– die Todesstrafe wieder einzuführen?
Andere haben sie noch nicht einmal abgeschafft!
– in einer gerechten Gesellschaft zu leben?
Nein, aber selber können wir versuchen,
gerecht zu handeln.
– das zu tun, was wir wollen?
Haben wir denn einen freien Willen? Oder
ist dieser freie Wille abhängig von unserer
in unserer Person entstandenen Motivation?
Nennen wir’s Gewissen!
Nennen wir’s Vernunft!
Nennen wir’s Weltanschauung!
Nennen wir’s Geschmack!
Nennen wir’s Bildung!
Es lebe die Freiheit!
Sire, geben Sie Gedankenfreiheit!
Ich möchte nicht nur in Gedanken frei sein!
Freiheit, die ich minne!
Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit:
Freiheit steht nicht alleine;
aber ohne Freiheit ist alles nichts!
So stellt sich für mich
die Grundordnung dar
von gutem menschlichem
Zusammenleben.
Die Klippen von Moher
Aphroditisch steigen Klippen aus dem Meer.
Schaumgeboren aus Atlantikwellen.
Um Möwenzinnen lagert Marinblau.
Eisengold in den Felsen glänzt so verlockend.
Grasbüschelweiden für Schafe
grünen über steinernem Elefantenrüssel.
Der säuft Vergessenswasser aus den Tiefen.
Schreiende Vögel umkreisen
Europas Unschuldsgesicht.