Als ich zum Wasserfall emporstieg,
den stürzenden Wassern entlang,
schien die Sonne noch nicht
auf die wasserüberspülten Stufen.
Genau musste ich jeden Schritt
ausmessen. Konnte ich ihm vertrauen?
Schon kam ich immer näher
an die senkrecht herabstürzenden Wasser,
an das großartige Bild heran:
unter mir das lange Rauschen,
immer bergabwärts, steil über die Klippen,
wasserlöslich aufgelösten Kalk
in Schichten ablagernd,
bis hinab ins Tal;
oben den steilen Wasserfall,
von dem der Weg langsam aufsteigend
hinwegführen würde:
da ging hinter dem Felsen,
links von dem Wasserstrahl
die Sonne hervor,
erst ganz leicht nur,
dann immer stärker
– ich blieb verzaubert stehen –
bis alles um mich von der Sonne bestrahlt
wurde und leuchtete.
Auf dem Weg schließlich
entfernte ich mich von dem Bild,
um in zwei Serpentinen
schließlich oben am Bach
anzukommen und dann
den Blick ganz nach unten genießen zu können.
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Dieses Jahr ist unheimlich viel gelaufen.
Jetzt ist”˜s schon soweit im Anfang März.
Winter war”˜s und später Frühling.
Was außer Sommer kann jetzt noch kommen?
Aber der hat”˜s vielleicht noch drin im Plan.
*Ein Janka mit reziprokem Achtundzwanziger
Bescheidenheit und Verzicht sind notwendig, wenn wir eine gerechte Verteilung der Impfstoffe, des Wohlstands und der natürlichen Ressourcen erreichen wollen. Speziell dem Afrikanischen Kontinent muss geholfen werden.
Gemeint sind die Finanzminister*innen der G20-Staaten. Der Untertitel dieses Gast-Beitrags der Frankfurter Rundschau vom 25. Februar 2021 auf Seite 10 heißt deswegen auch (weil am 26. und 27. Februar 2021 sich die Finanzministerinnen und -minister der G20 treffen): „Die G20 müssen armen Staaten die Schulden erlassen. Sonst werden viele zahlungsunfähig.“ Deren Lage hat sich durch die Corona-Pandemie gegenüber der sowieso schlechten Lage noch sehr verschlechtert.
Der Artikel, der fast eine halbe Seite ausmacht, endet im vorletzten Abschnitt mit dem Resümee: „Die G20 muss rasch handeln und den Staaten im globalen Süden ihre Verbindlichkeiten ganz oder teilweise erlassen. Nur so können diese auch in der Krise im Kampf gegen die Folgen der Pandemie handlungsfähig sein. Jeder Dollar erlassener Schulden könnte in die Stärkung der Gesundheits- und Bildungssysteme, den Ausbau der sozialen Sicherung und die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele investiert werden.“
Die Autor*innen sind Kristina Rehbein und Klaus Schilder.
„Während der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen!“
Fahrer war von Hand durchgestrichen,
ersetzt durch das Wort Lokführer.
Dem war in anderer Handschrift
*in angehängt: Lokführer*in.
*ein Janka mit reziprokem Achtundzwanziger
Auf der Wissensseite 17 der Frankfurter Rundschau vom 19. 2. 21 steht der Gastbeitrag der Stellvertretenden Vorsitzenden des Auwärtigen Ausschusses des Bundestags, Daniela De Ridder mit dem Titel: „Die Wissenschaft weltweit stärken“ mit dem Untertitel „Science Diplomacy: Vielerorts zeigen die Krisen, dass die Politik für globale Kooperationen die Verantwortung übernehmen muss.“
Der letzte Artikel fasst zusammen: „Eine prominente Aufgabe von Science Diplomacy muss ”¦ der Schutz von Wissenschaftlerinnen, Forschern und ihren Publikationen sein, soll der Rückfall in eine voraufklärerische Bildungsarmut verhindert werden. Die Feinde der Wahrheit sind die größte Bedrohung für Frieden, Freiheit und Sicherheit ”“ aber auch für die Wahrung der Würde des Menschen im globalen Maßstab.“
Auf Seite 10 der Frankfurter Rundschau vom 19. 2. 21 gibt es einen fast halbseitigen Brief. Hier schreiben alle zwei Wochen Aktivistinnen und Aktivisten (diesmal Asuka Kähler) der „Fridays for Future“-Bewegung.
Ich möchte hier nur den letzten Abschnitt zitieren:
„Werden Klimagerechtigkeit und Antirassismus nicht zusammengedacht, betreiben wir lediglich Klimaschutz für reiche, privilegierte, primär weiße Menschen ”“ verstärken also die globalen Ungerechtigkeiten. Das ist inakzeptabel.“
Die Frankfurter Rundschau vom 16.2.21 berichtet auf der Seite D4, dass Kassel bundesweit als vierte Kommune neben Heidelberg, Köln und Bocholt das Wort „Neger“ offiziell als rassistisch sieht und es nicht mehr verwenden wird.
Am 1. Februar hatte die Initiative „Side by Side“ gemeinsam mit dem Ausländerbeirat diesen Antrag bei der Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Darin heißt es unter anderem, „dass das N-Wort von vielen schwarzen Menschen und People of Colour (PoC) mit Leid, Diskriminierung, Gewalt, Ungleichheit und Entmenschlichung verbunden sei.“
In der Frankfurter Rundschau vom 15. 2. 21 findet der geneigte Leser auf Seite 13 unter „Nachrichten“ („kleinen“ Meldungen „so nebenbei“- wie ich das sehe) eine Meldung mit dem Titel „Müller: Stabile Preise trotz Lieferkettengesetz“. Gemeint ist der Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU), der sich hier und auch schon in seinem Ressort (ganz anders als die CSU-Minister im Bund sonst) meiner Meinung nach sehr positiv profiliert hat.
Allerdings scheint mir der zweite, längere Teil dieser Meldung noch viel wichtiger: „Unterdessen sprach der kongolesische Menschenrechtler Justin Nkunzi mit Blick auf das deutsche Lieferkettengesetz von einem “wichtigen Schritt“. Jetzt kommt die Information: „Aus dem Kongo kommen Mineralien, die bei der Herstellung etwa von Smartphones verwendet werden.“ Nkunzi weiter: „Die Rebellen haben bislang von diesen Blutmineralien profitiert, während die Bevölkerung ausgebeutet und terrorisiert wurde.“
Nkunzi ist Direktor der Menschenrechtsorganisation „Justice & Peace“.
Und ganz oben auf der Birke
sitzt ein Vogel, spreizt die Flügel in das Blau;
das mit Eis und Schnee Tage lang schon dauert.
*ein Achtundzwanziger