Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Spätherbstgenugtuung*

Noch blüht in Spätherbsts Lenzenpracht
kurz nach dem Neumond im November
das Birkengold ringsum, kann Grau bezwingen.

Sie trägt das Gold zum schwarzen Nächtehimmel
hinauf , der Nacht selber entstiegen:
verheißungsvolle Mondsichel.

*ein reziproker Achtundzwanziger

Avnery zur Situation im Israel-Gaza-Krieg

„The day after the assassination, Israeli peace activist Gershon Baskin, who had been involved in mediating Shalit´s release, disclosed that he had been in contact with Ja´abari up to the last moment. Ja´abari had been interested in a long-term cease-fire. The Israeli authorities had been informed.“

(Versuch einer Übersetzung: Am Tag nach der Ermordung [von Ja’abari] eröffnete der israelische Friedensaktivist Gershon Baskin, der an der Mediation wegen Shalit’s Freilassung [aus der Hamas-Gefangenschaft] beteiligt war, dass er bis zur letzten Minute im Kontakt mit Ja’abari war, der an einer längerfristigen Waffenruhe interessiert war. Die israelischen Behörden waren davon unterrichtet gewesen.)

Mehr hier (auf Englisch): https://zope.gush-shalom.org/home/en/channels/avnery/1353080494

Alternativlos?

Ohne Virgeln
ganz eben schmirgeln
die Höcker und Buckel;
ganz Harmonie, ganz Nuckel
sich gönnen, sich geben:
ein genussvolles Leben.

Mir würde das nicht behagen,
denn so ein Betragen
wäre für mich ein Versagen;
krank wäre mein Magen.
Was alles verschwände
und wäre am Ende
nur lästig, verächtlich
und wäre beträchtlich
unnütz, gefährlich
für die, die nicht ehrlich
der Sache sich stellen?

Vorsicht vor Hunden,
die alle verbellen.
Müssen wir nicht
auch denen uns stellen,
die viele Stunden
stochern in Wunden
und Finstres erhellen?

Nicht jeder Fremde ist Dieb.
Habt ihr die Mäkler nicht lieb?

Dichters Beschwerden*

Das Wortlos zu tragen:
Es macht sich so breit,
das Wort, will gesehen werden,
geschaffen, benützt.

Wortlosigkeit will es nicht dulden.
Schwer ist es
das Wortlos zu tragen,
wortlos nicht sein zu dürfen.

Was aber,
wenn Sprachlosigkeit gar gezeugt wird
durch Unglaubliches?
Dann noch Worte finden,
ist es nicht aussichtslos?


*nach einer Idee/Frage (WORTLOS …) von Petros/Lüricker Wolfgang Schulze auf facebook

Der Unterschied vorher – nachher

… direkt vor der Wahl und nach der Wahl: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151103590776932&set=a.60030686931.83538.713096931&type=1&ref=nf

(Für die, welche die facebook-Seite nicht aufschlagen können, hier die „Lösung“: Mitt Romney – Ohne Romney)

und noch was von mir:

OB AM A RSCH DER WELT
oder in Amerika:
die Gefahr ist die gleiche:
Ob die Vernunft
mit genügend Macht ausgestattet ist,
um sich durchzusetzen,
ist mindestens weiterhin
unsicher.*

*Wir in Baden-Württemberg kennen das 🙁

Aus Brunis (siehe https://www.wortbehagen.de/index.php) Kommentar:

Ob dort oder hier,
es ist das gleiche Bier.

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