Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Genuss?

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Die Amsel in Nachbars Garten:
Auf dem hochsommerlichen Rasen
greift sie die vom Baum gefall’ne Pflaume an.

*ein Achtundzwanziger

Der Barde schläft

Der Barde schläft.
Vor Troja liegen schwarze Schiffe.
Das Heidekraut verblüht,
noch ehe rettend
jenes Lied erklingt,
auf das die Menschheit wartet.

Der Barde schläft.
An Stränden schlafen Badegäste
im warmen Sand.
Sie werden nicht geweckt
von dem signalhaft
harschen Ton.
Der lässt sich immer noch
trotz der Gefahr nicht hören.

Der Barde schläft.
Und seine Sprache stirbt
und seine Kunst.
Noch liegen in den Läden
alte Bücher, die
von dem allem künden.
Doch neue Meister lassen sich
nicht finden, die
das Alte würden
wiederbeleben.

Der Barde schläft.
Nicht nur vor Troja
liegen schwarze Schiffe.
Und die Besatzung kommt
im Auftrag jener Herren,
die mit Gewinnen alles
verstopfen, was das Gute,
worauf die Menschen warten,
aussenden würde hin
in eine Welt des Teilens,
nicht des Raffens.

Zufall?*

Der Stein, die Muschel, die Scherbe:
rundgeschliffen liegen sie da rum.
Befragt über ihr Woher bleiben sie stumm.

*ein Achtundzwanziger ( https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/ )

Vorerst

Ich schloss die Augen,
drehte mein Gesicht
der Sonne zu
nach dem Verschwinden
der dunklen Schleier,
genoss die gewachsene Wärme
und warf allen Ärger
über die Nebelnässe
der politischen Notwendigkeiten
hinter mich in die Büsche.

Da sollen die Raben
ihn fressen.
Stachel,
ihn neu zu erzeugen,
gibt es dann noch
zur Genüge.

Noch einmal zur ERINNERUNG: Heute (inzwischen), am 5. August findet die Hiroshima-Gedenkfeier in der (Esslinger) Maille statt

Aus Anlass des 70. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki
lädt das Friedensbündnis Esslingen zu einer Gedenkfeier und Kundgebung mit anschließendem Kerzenritual am Neckarkanal ein. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, dem 5. August 2015, um 21.00 Uhr in der Maille bei der Nikolauskapelle.
Wilfried Wallbrecht, 1. Bürgermeister der Stadt Esslingen und Dr. Markus Schwer von der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Esslingen werden die Reden halten. Sigrid Altherr-König wird ein Gedicht rezitieren und Fabian Grosch mit seinem Flötenspiel die musikalische Umrahmung übernehmen. Außerdem werden gefaltete Papierkraniche, das japanische Symbol für Frieden, an Bäume in der Maille gehängt. Das Friedensbündnis Esslingen fordert seit Jahren die weltweite Verschrottung aller Atomwaffen. Auch von Deutschland gehe atomare Bedrohung aus. Obwohl der Deutsche Bundestag noch 2010 mit überwältigender Mehrheit die Bundesregierung aufgefordert habe dafür einzutreten, dass alle in Deutschland stationierten Atomsprengköpfe abgezogen werden, würden in Büchel in der Eifel immer noch ca. 20 Atomsprengköpfe der USA lagern, deren Einsatz unter NATO-Befehl von deutschen Kampfjetpiloten geübt werde.

Versammlung

Zwischen Wolkendecke und Meer
sammeln sich die Wolkenfiguren
zu dem Prozessionszug hinein in die Nacht

*ein 28er (https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/)

Endlich*

Viele Yards weit wanderte ich
dort dem Gänseblümchenweg entlang
und fand endlich den Weg zurück zum Standort.

Vertrauenerweckend gewiss war
keiner der Pfade zuvor noch.

*ein Janka

Hiroshima-Gedenkfeier in der (Esslinger) Maille

Aus Anlass des 70. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki
lädt das Friedensbündnis Esslingen zu einer Gedenkfeier und Kundgebung mit anschließendem Kerzenritual am Neckarkanal ein. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, dem 5. August 2015, um 21.00 Uhr in der Maille bei der Nikolauskapelle. Wilfried Wallbrecht, 1. Bürgermeister der Stadt Esslingen und Dr. Markus Schwer von der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Esslingen werden die Reden halten. Sigrid Altherr-König wird ein Gedicht rezitieren und Fabian Grosch mit seinem Flötenspiel die musikalische Umrahmung übernehmen. Außerdem werden gefaltete Papierkraniche, das japanische Symbol für Frieden, an Bäume in der Maille gehängt. Das Friedensbündnis Esslingen fordert seit Jahren die weltweite Verschrottung aller Atomwaffen. Auch von Deutschland gehe atomare Bedrohung aus. Obwohl der Deutsche Bundestag noch 2010 mit überwältigender Mehrheit die Bundesregierung aufgefordert habe dafür einzutreten, dass alle in Deutschland stationierten Atomsprengköpfe abgezogen werden, würden in Büchel in der Eifel immer noch ca. 20 Atomsprengköpfe der USA lagern, deren Einsatz unter NATO-Befehl von deutschen Kampfjetpiloten geübt werde.

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