Dieses Unerhört-Video sollte sich jedes vor der Wahl noch anschauen!
Kategorie: Allgemein (Seite 82 von 97)
Abrutschzeit ist,
Ausrutschzeit,
Reinfallzeit,
Einfaltzeit
– nicht die Einfältigkeit,
die uns mangelt
weit und breit*,
die sich an etwas
festhält, was menschlich ist,
nicht allzumenschlich
wie das Gieren und Geifern,
das Umsichschlagen und Wetteifern:
Agressiver Liberalismus
verspricht, was niemand
kann halten, außer der Kälte
gegenüber Kranken und Alten,
außer dass alles noch schneller hingleitet
ins Irrenhaus unsrer Zeit, zu dem er geleitet,
geleitet schon hat und auch weiter begleitet.
Drum bloß nicht schwarz-gelb,
das gilt´s zu verhindern
zum Guten für alle,
den künftigen Kindern.
*Matthäus 6, 22-23
Angeregt zu diesen Zeilen hat mich ein Artikel in der taz (tazzwei) vom 22.9.2009: „In diesem System hat jeder Angst, dass er abrutscht“, ein Interview mit Hartmut Rosa zur Be- bzw. Entschleunigung. Er spricht sich übrigens für ein solidarisches Bürgergeld aus.
Die Konsequenz für die anstehende Bundestagswahl scheint mir klar zu sein: Bloß nicht schwarz-gelb.
Um das möglich zu machen, gibt es vielleicht eine letzte Chance:
Um die CDU nicht in den Genuss von (eigentlich ungerechtfertigten) Überhangmandaten zu bringen, muss jede Wählerin und jeder Wähler im jeweiligen Wahlkreis bei der Erststimme die Kandidatin oder den Kandidaten wählen, der am ehesten die Chance hat, das Direktmandat der CDU zu verhindern, auch wenn das heißt, dass man die eine oder andere Kröte schlucken muss: In meinem Wahlkreis würde ich gerne den Kandidaten der Linkspartei wählen. Das ist sicherlich ein ordentlicher Kerl. Die Linken haben fürs Ergebnis der Bundestagswahl aber gar nichts von einer Stimme für ihn (außer einem möglichen netten, rein formalen Achtungserfolg). Die Zweitstimme dagegen hilft ihnen ganz bestimmt und auch der Verhinderung von schwarz-gelb.
In der selben taz von oben gibt es auch einen Artikel, in dem gesagt wird, dass aus ähnlichem Grund manche Grüne für die SPD-KandidatInnen werben.
Vor dem Ende der Bundestagswahl werde ich mich wahrscheinlich nicht mehr mit einem eigenen Beitrag melden.
Am vorletzten Tag des Sommers lege ich heute eine Sammlung von
Frühlings- und Sommergedichten vor.
Sie ist als PDF-Datei gespeichert und kann mit dem Adobe Reader geöffnet werden.
Nun habe ich also auch einmal ein Poetry Slam miterlebt, beziehungsweise habe ich noch nicht wirklich ein Poetry Slam miterlebt, meine aber durch meine Erfahrung in diesem speziellen Fall mitreden zu können, wenn es um die Frage geht, was denn nun ein Poetry Slam sei und wie man es zu bewerten habe in seiner Qualität als literarisches Ereignis oder als Unterhaltungsveranstaltung, was die Frage einschließt, ob es bei der Lyrik (denn um solche sollte es doch bei etwas gehen, was englisch mit poetry benannt wird, obwohl es dem Wort nach dann ja auch um Poesie gehen könnte) auch so einen Unterschied geben könnte wie bei der E-Musik und der U-Musik, was ja auch immer eine umstrittene Frage ist; dies alles angesichts der Tatsache, dass es bei Poetry Slams ja auch, aber nicht nur um literarische Qualität, sondern ”“ vielleicht in größerem Maße ”“ um Qualitäten der Performance geht, was ja mit dem Ursprung des Wortes Lyrik, nämlich dem, was mit der Lyra vorgetragen werden soll, sehr viel zu tun hat ….
Ob so ein Text in seiner Atemlosigkeit für ein Poetry Slam passen könnte? Wohl weiß ich sogar, dass bei Poetry Slams nicht nur Lyrik zum Vortrag kommt, sondern auch Kurzgeschichten ihren Platz haben können. Dann wäre Prosa also möglich, wobei diese Prosa hier keine Kurzgeschichte darstellt …
Fragen über Fragen, wie sie sich mir stellten bei dem Erleben des „Poetry Slam ”“ dead or alive“ im Stuttgarter Theaterhaus am vergangenen Donnerstag. Die Karte(n) dazu waren ein eingelöstes Geburtstagsgeschenk, fußend auf einem Gutschein, den ich an meiner vorgezogenen Geburtstagsfeier Anfang August von meinen Kindern bekommen habe. Die haben mich also auf diese vorsichtige Weise mit etwas bekanntgemacht, was einen Menschen, der sich der Lyrik verschrieben hat, doch wohl interessieren sollte. Und obwohl ich allem, was mit Präsentation zu tun hat (also wohl auch einer Performance!), einigermaßen skeptisch gegenüberstehe, weil ja die Gefahr besteht, dass das, was präsentiert wird, gegenüber der Qualität der Präsentation/Performance in den Hintergrund treten könnte, habe ich mich neben der Erfahrung, die ich ja nun endlich auch einmal machen musste, gut unterhalten.
Wer nun noch genauer wissen will, worum es am vergangenen Donnerstag genau ging, dem empfehle ich, diese Seite zu lesen: https://stuttgart.sprechstation.de/?page_id=108 .
Und eine Darstellung, worum es bei Poetry Slams generell geht, gibt es zum Beispiel hier:
https://www.soundslikepoetry.de/Slaminfo.htm .
Kein Öko-Strom im Kanzleramt.
Was tut die Merkel, ach verdammt,
nun wirklich für den Klimaschutz?
Was sind da alle Sprüche nutz?
Die taz titelt am 12./13. September auf Seite 22: „Die Klima-Ignorantin aus dem Kanzleramt“.
Siehe auch hier.
Unsere Identität
Und das daraus
Folgende Handeln
Beziehen wir
Aus dem was wir
Nicht besser wissen
Wollen könnten wir
Vielleicht etwas anderes
Wenn wir es
Kennten
bis etwa Mitte September. Eine Taufe steht an usw. usw. ……
Bis dann. Habt’s gut
Euer Helmut
Die taz („die tageszeitung“) macht heute die Titelseite auf mit folgender Überschrift:
„So kann Frieden klappen“.
Im Untertitel sagt sie: „Deutschland entdeckt die friedensorientierte Außenpolitik neu: Ziviler Friedensdienst feiert Jubiläum. Ministerin Wieczorek-Zeul: ‚Die kostengünstigste Sicherheitspolitik‘ “
Dominic Johnson kommentiert (ebenfalls auf Seite 1), dass der Zivile Friedensdienst seine Arbeit eigentlich im November 1999 aufgenommen habe, womit der 10. Jahrestag unpraktischerweise auf den Totensonntag fallen würde. Außerdem sei gut möglich, dass bis dahin eine neue Bundesregierung amtiere, welche die Zukunft sinnvoller Ansätze wie des Zivilen Friedensdienstes gefährde. Daher die Vorverlegung. „Aber es ist nicht falsch, mit guter Entwicklungspolitik Wahlkampf zu machen„, fügt er hinzu.
Siehe auch: https://www.taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/gewaltfreiheit-kann-man-lernen/
Wie ich mich freue:
Es gibt noch die Treue,
die Treue zum Leben.
Ich seh´s an der Sorge
der Jugend von heute:
Was von der Natur man sich borge
und zurück geben müsse,
darüber sorgen sich junge Leute.
Die Armut in der Welt kümmert sie,
nicht gegen Terrorismus der Kampf,
nicht des nach immer mehr Geld Strebens Idiotie.
Das an der vorderen Stelle zu sehn
sei doch Krampf.
Zerstörung der Lebensgrundlagen
der Menschen der Welt
fürchten sie zu meinem Behagen
genau wie das schreckliche Rennen nach Geld.
Umfragen, die dieses belegen,
lese ich gerne.
Schimpfen über die Jugend
ist da ganz ferne.
*Siehe Artikel „Sorge um den Zustand der Erde“ in der Esslinger Zeitung vom 15.8.09 (verkürzt wiedergegeben hier: https://www.ez-online.de/kinderleicht/Artikel456726.cfm )
August, Zeit des Wartens.
August, Verharren im Schatten des Gartens.
August, Dinge entwickeln sich.
August, Dinge für dich und mich.
August, 1789: der Text entsteht: Menschen- und Bürgerrechte.
August, 1989: Havel weiß: Wofür er steht, ist das Echte.
Was Havel 1989 im August noch nicht wusste, war, ob er den ihm bereits zuerkannten Friedenspreis des Deutschen Buchhandels im Oktober auch würde in Frankfurt entgegennehmen können. Tatsächlich wurde ihm die Ausreise dazu dann nicht gestattet. In der Samtenen Revolution im November und Dezember 1989 wurde der Dissident Havel aber dann sogar Präsident der von der Diktatur befreiten Tschechoslowakei (und später – nach der Trennung der Slowakei und Tschechiens – der erste Präsident der Tschechischen Republik.
Siehe auch: https://www.zeit.de/1989/25/Der-Stachel