Lyrisches von Helmut Maier

Was ewig währt

Was ewig währt
und sei es auch auf lange
es ist kein Götterspiel

Wer lange lebt
und sei’s durchs Schicksal kurz
es ist des Drehbuchs wert

Wer alt wird – so wie Goethe
der überschaut vielleicht
wie alles wird und sich gestaltet

Und doch: wer lebt
der kann vielleicht nicht alles: verstehn
Er weiß noch nicht wie alles wird

Doch wirklich ist’s ein Drehbuch wert
auch wenn der Regisseur
alles dann übern Haufen schmeißt
Das Drehbuch bleibt für lange Zeit
vielleicht bestehn

3 Kommentare

  1. Petros

    Dieses Gedicht wirkt nicht glattpoliert, sondern wie ein echter, reifender Gedanke.
    Es fängt die Zerrissenheit zwischen dem Wunsch nach Ewigkeit, der Unvorhersehbarkeit des Lebens und dem bleibenden Wert der eigenen Existenz eindrucksvoll ein.
    LG Petros

  2. Petros

    Darf ich deine Verse hier in meiner Textwerkstatt präsentieren?

    Gruß Petros

    • Helmut

      Aber wirklich gerne, lieber Petros!

      Liebe Grüße
      Helmut

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