Die sanfte Sichel des Mondes,
jetzt in der Zeit nach der des Schwarzmonds:
Muntern Aufbruch verlangt sie ins Verweg’ne.
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Noch sind nicht alle gefallen:
die schönen, gelben Gingkoblätter.
Ich pflücke mir eines vom Ewigkeitsbaum.
*ein Achtundzwanziger
Heute Nacht begegneten sich
die irdische und die Anders-Welt:
eng umschlungen, versunken: Liebesleute.
*ein Achtundzwanziger
Die Xenophoben und vergleichbare Individuen sind Menschen, die meinen, es komme auf ihren Willen an. Das ist aber ein Wille, der sich kein bisschen um Menschenrechte schert. Also darf sich ein Staat, der sich an jenen unveräußerlichen Menschenrechten orientiert, nicht nach ihrem Willen richten, auch wenn jene in der Mehrheit sein sollten Allerdings darf er auch nicht eine Politik machen, die sich selber nur am Willen der Mächtigen orientiert.
Preis der im Herbst Geborenen:
Mit der Farbenvielfalt dieser Zeit
korrespondiert die Vielfalt ihres Lebens.
*ein Achtundzwanziger
Herbst und Winter.
Reife, Tod und ew’ger Kreis.
Voller Geheimnis.
Wenn Bäume Teppiche ausbreiten
auf der Erde, ganz farbig oder grün,
wenn sie verkünden: Tod ist oft
der Anfang neuen Laufes,
der durch die Zeit im Rhythmus geht
und Leben plant, das neu beginnen
kann und seinen Wert entfalten –
dann weht Dynamis durch die Welt
und sie gestattet die Ruhepause
schließlich doch, die ja das Leben braucht,
um neue Kraft zu schöpfen.
Jetzt ist die weiße Decke
der Schlafzeit in den Winternächten,
die heilsame, schon nicht mehr weit.
Sträucher und der Zuckerahorn,
sie sind bunt gefärbt, der Himmel blau;
der Buchenwald und der Birnbaum sind noch grün.
*ein Achtundzwanziger
Nun hat sich meine gegenwärtige Trägheit zu einer richtigen Herbstpause entwickelt. Die Leute, die in letzter Zeit kommentiert haben, und diejenigen, die ihr prinzipielles Interesse hier deutlich machen, werden – soweit mir möglich – durch m e i n Kommentieren auf ihrer Seite auf die Fortsetzung meiner lyrischen Tätigkeit im Blog hingewiesen.