Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

Seite 90 von 305

Nacht für Richtungslosigkeit

Nacht für Richtungslosigkeit.
Nacht, seit der Hautfarbe als Hinweisgeber
allgemein anerkannt wird.
War es nicht ein Erfolg,
auf das Grundgesetz zu pfeifen
die neue Melodie der Diskriminierung?

Nacht für Richtungslosigkeit.
Nacht, seit der die Mehrheit der Deutschen
nicht mehr steht
auf dem Boden
der freiheitlich-demokratischen Ordnung,
wenn die noch durch das Grundgesetz
definiert ist.

Nacht für Richtungslosigkeit.
Die Nacht, in der geografische Kenntnisse
keine Rolle mehr spielen:
Syrien und der Irak
liegen in Nordafrika,
stellt sich heraus.

Nacht für Richtungslosigkeit
rund um die Domplatte in Köln.
Nacht der Richtungslosigkeit
in sicherheitstrunkenen Hirnen.
Erkennten wir doch
die Nafri:

die Nacht für Richtungslosigkeit
und nähmen wir sie nicht
billigend noch in Kauf.

Siehe auch:

https://grundrechte-faq.de/tag/diskriminierung/

https://www.hna.de/politik/umfrage-zu-racial-profiling-nach-koelner-silvesternacht-mehrheit-sieht-kein-problem-zr-7216789.html

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/silvester-in-koeln-polizei-korrigiert-eigene-angaben-ueber-kontrollierte-a-1129870.html

Anlässlich des großen Ereignisses in Hamburg

Gutes Zutrauen zu Prometheus,
elbphilharmonisch gefeiert,
oder Blasphemie mit Größenwahn,
wie nahe können sie beieinander liegen,
kupplerisch zueinandergetrieben
durch Machtinteressen und Geld!
Ist es das Geld wert?
Und wessen Geld und wofür?
Propheten können irren,
aber Kassandra hat immer
irgendwie Recht.

Entscheidung

Ist es Zufall,
was mir zufällt?
Schicksal,
was mir geschickt wird?
Schickt es sich,
sich auszuliefern
an festgelegte Bestimmung?

Ich ergreife die Chancen,
die sie mir bietet.
Ich habe keine anderen:

Freiheit.

C+M+B

C+M+B -was heutzutage eher als Christus mansionem beneficat erklärt wird – ist wohl ursprünglich statt Caspar, Melchior und Balthasar die Abkürzung für Barbara mit dem Turm, Margarete mit dem Wurm und Katharina mit dem Radel (das sind die drei heiligen Madel – und gehören zu den 14 Nothelfer*innen) – und die sind die Inkarnation der drei Bethen (aus der keltischen Mythologie: Borbet, Ambet und Wilbet).

Blwyddin Newydd Dda i chi

Warte nicht auf bessre Zeiten.
Iss den Honigkuchen jetzt!
Ist er nämlich dann verdorben,
ist die Laune ganz verletzt.
Du kriegst nichts mehr auf die Reihe;
dabei brauchen wir doch dich.
Bist du gut gelaunt, dann flutscht es
und wir freun uns sicherlich.

Erinnerung (und Ausblick?)

Leidige Gedanken am Jahresende
Gespeichert schon mal unter: Neue Maier-Lyrik ”” 27. Dezember 2013 @ 13:07

Wird Neues jetzt benannt,
wird das Kalenderjahr geboren?
So viel ist schon bekannt,
was hören unsre Ohren?

Letztendlich stolpern wir hinein;
es überrascht uns dann nicht viel.
Wir wollten lieber, es sollt sein
wie immer; bekannt sei uns das Ziel

und wie man es erreicht.
Umstellen wolln wir uns nicht gerne.
Dass es zum Leben reichlich reicht,
genügt uns schon; wir brauchen keine ferne Ferne.

So komm”˜ das neue Jahr halt schon herbei.
Wir machen uns nicht viel Gedanken.
Ob´s 13 heißt, ob´s 14 sei.
Im Grunde ist´s uns einerlei. Es bringt uns nicht ins Wanken.

Und ob die Böller eindrucksvoll
das alte Jahr vertreiben,
ob uns das nur betäuben soll?
Am besten ist´s: Lass all das bleiben!

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Maier-Lyrik

Theme von Anders NorénHoch ↑