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Wolken, in denen sich Schatten
verdrängter Untaten sammeln,
quellen auf
über den Lustbarkeiten.
Als Wetterphänomene
gelten sie nur.
Sie stören die Laune genug.
Scham über Verstrickungen wird
in die Wolkenlücken geschoben.
Schauer laufen nur
über den Bergrücken.
Und Schirme hat man unten
auch schon bereit.
Kein Grund, die Unschuld
der Unwissenden
und Leugner
zu verneinen.
Wie viele Afghanistans
sind schon vergessen
und Spekulationsgewinne
auf Kosten von Hungernden?
Grün nun in Fülle.
Konkurrenz für die Blüten?
Frucht wird es lohnen.
angeregt durch ein Haiku von Syntaxia zum 1. Mai
Es ist erstaunlich klar, ob es menschlich ist oder nicht, auf menschliche Weise zu handeln.
Gute Gedanken sind das Nachtsichtgerät der Wahl für finstere Zeiten.
…angeregt durch einen Senryu von Petros.
Stehen sie wieder
Und Friedenstauben drehen
Still ihre Runden
Stehen sie wieder mutig
Gegen alles Belächeln
Schweigen sie wieder
Gegen das viele Reden
Das Nichtssagende
Schweigen sie wieder mutig
Sind dem Wegschau´n Hindernis
Frieden rufen die
Die ihn nicht wirklich meinen
Führen Krieg für den
Frieden, den sie nicht meinen
Machen Tote zu Helden
Dieses Gedicht stammt von Wolfgang Schulze alias Petros. Er hat mir erlaubt, es als Gastlyrik auf dem Maier-Lyrik-Blog zu präsentieren.
Petros hat es eigentlich „nur“ als Kommentar zu meinem gleichnamigen Text geschrieben, hat aber damit eine ganz kostbare Impression von dem geliefert, was das immer noch seit dem Protest gegen die Pershing-Stationierung in Deutschland in manchen Städten veranstaltete „Schweigen für den Frieden“ beabsichtigt und bedeutet. Dafür danke ich meinem Blogfreund ganz herzlich.
Aus den Fluten Gestieg’ne,
nun rufst du den Wind vom Meer:
Er läßt deine Haare flattern.
Und wenn die Wellen
auf die Klippen hochspringen,
sammeln sich leuchtende Flächen
in den heiligen Becken.
Im Vergehen schon wieder
verströmen die Brunnen
doch Kraft
im Labyrinth der Felsen.
Den weißen Gischt
unter den Wolkenhaufen
packt ein Sturmwind
aus dem graugrünen Gewoge.
Die Stirne
umstreichen
Gischttropfen und Schauerschleier
gemeinsam
und wecken den Widerhall
meiner Worte.
Die Windkräfte reißen sie mit sich
über die Heide.
Erst in den fernen Dolmen
legen sie sich
zur Ruhe.
An die Friedenstauben
habe ich mich solangsam gewöhnt,
die in unserem Kreis
herumtrippeln,
durch ihn durchfliegen,
manchmal knapp an unseren
Köpfen vorbei,
an der Nikolauskapelle,
vor der wir immer wieder stehen
freitags
und beim provokativen
„Schweigen für den Frieden“
Unterschriften sammeln
– gegen den Bundeswehreinsatz in
Afghanistan
– für die Abschaffung
aller Atomwaffen
– für einen gerechten Frieden
in Palästina
– gegen …
– für …
An all”˜ diese unerledigten Probleme
können wir uns nämlich
gar nicht
gewöhnen.
Geübte Blinde können durchaus
Blinde führen. Sie dürfen nur nicht
meinen, sie seien sehend. Dann
vermögen sie sie vielleicht
sogar zu verführen
zur rosageränderten Zuversicht,
die Äpfel von Avalon eines Tages
zu finden.
Mit am Obschd- ond Gardabauverei
send´se en Venedig gwea
selligs Mol,
meiner Muader ihr Freinden,
meim Opa sei Putzfrau,
a ganz liabe Frau
ond ihr Mo.
Hoimkomma isch se
ond hot verzeelt:
Dert miaßtet se
halt amol wieder
an Großputz macha.