Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Stille

Wie die Stille
zwischen den Worten
perlt in unser Leben!
Es ist der Wille,
ist an allen Orten,
der die Freude uns will geben.

Kommentargedicht, angeregt durch “Perlen der Stille” auf Ahora.

Aphorismus 22/08

Freude und Verantwortung dürfen sich nicht ausschließen, sonst kann man nichts mehr verantwortlich tun.

Kommentar zu einem Gedankensplitter von Petros

Paul Spinger hat in seinem Kommentar meinen Aphorismus erweitert und geradezu eine neue Maxime der Hoffnung auf ein sittliches Leben im eigenen Interesse daraus gemacht, eine, wie ich finde, regelrechte Offenbarung:

„Freude und Verantwortung können sich nicht ausschließen, da die Freude ja sonst keine echte mehr ist.“

Hindukusch-Freunde

Und am Hindukusch
verderben die Freunde der Afghanen,
die Verteidiger westlicher Freiheit,
60 Prozent des afghanischen Bruttosozialprodukts
und nennen sich Freunde
der afghanischen Bauern,
deren Ernte sie zerstören,
nennen sich Freunde unserer Sicherheit,
die der Rache der afghanischen Bauern
ganz sicher sind.

Kommentargedicht zu Paul Spingers Antikriegstag

Signale

Die Farben der Wörter kosten,
ihren marmornen Glanz
einsaugen und ihn deuten
in weiteren Wörtern,
das Licht der Urzeit
verbreitenden.
Welche Wärme
aus ihren Strukturen
lebensbejahend dringt!
Blank zeigen sie sich,
voll kindlicher Unschuld.
Zeigen hinaus in die Zukunft,
unbeirrbar.

Dichtung

Gekelterte Erfahrung
Berauscht das Hören
Durch Worte.
Das Denken ist
Nüchternheit
Nach der Ekstase.
Die Worte werden
Zu versteinerten Muscheln,
Zu Versteinerungen des Erlebens,
Sortiert in Enzyklopädien
Oder aufgereiht als Perlen
In Colliers der Verzauberung,
In Gedichten.

Als Diktum aber
Werden Worte zu Müll,
Wenn sie abgenutzt sind.

angeregt durch den Beitrag „Allein?“ in Ahora

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