Wenn Krieg eine staatliche Aufgabe ist,
dann hat der Pazifismus
gefälligst
Privatsache zu sein.
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„Nun aufwärts froh den Blick gewandt
und vorwärts fest den Schritt!“
Vom Aufwärts war ich mal gebannt,
doch komm ich nicht mehr mit,
solang´s da zu ”˜nem HErren geht,
der unser Leben lenkt
und dabei nicht mal daran denkt,
wie´s um mein Wollen steht.
Und „vorwärts“ ging´s dann immer noch,
„Vorwärts und nicht vergessen
die Solidarität“ ”“ fragt bloß sich heut: mit wem?
Bloß einfach „vorwärts“ ist ja so bequem.
Bloß vorwärts neoliberal?
Ach liebe Zeit, das wär fatal.
Wenn links und rechts sich küssen,
dann müssen, müssen, müssen
ganz vorsichtig wir alle sein.
Sonst stehn wir irgendwann allein.
1. Münte hielt eine gute Rede, in der er Brandt zitierte, dass dem neben dem Frieden Freiheit das Wichtigste war.
2. Hier mehr zum Programm des Forums der Historischen Kommission der SPD (bei der ich im Plenum saß)
3. Hier ein Link zu Markus Meckels Sicht der Dinge (auf seiner Website). Er war auch auf dem Podium.
4. Zur Ergänzung ein Vorwärts-Bericht, der allerdings die beiden Foren praktisch außer Acht lässt.
Fromm ansagen
den Sommeranfang.
Demütig werden
angesichts der Kürze
der Nacht,
des Jahres,
des Lebens,
des Seienden,
des Genusses, selbst
mit allen Sinnen:
des Unendlichen
im Augenblick
des Erlebens.
SOMMERANFANG
FROMM ANSAGEN
Gerundete Räume im Fels.
Zukunft wurde geschürft.
Bewahrung der Ahnen.
Bewährung für Kommendes.
Vertauen auf Bewährtes.
Verwandlung ins Zupackende.
Grün tropft Erinnerung
Aus dem Klingen des Pianissimo.
Wirbel der Klangwellen
Schwingen ums Runde,
Das Beharrliche
Des Eckenvermeidens.
Und Vertrauen ins Bleiben
Erweckt die Stimmen
Der Weisung.
Gleich welche Art von Schnur
es sei, so dachte wohl die Stasi einst,
sie führe den SED-Staat
wohl sicher aus dem Labyrinth,
in dessen Mitte der doch nie
war angekommen, wie ich denke.
Ob Schnur, ob sonstwer oder Böhme,
egal aus welchem Stall er köme,
man brauche ihn um zu zersetzen,
was ja vielleicht den Bauernstaat zerfetzen
einst in der Lage sei. Doch schwammen sich
Oppositionelle von ihr frei. Doch sicherlich
verirrten sich so manche im Gewirre
dadurch. Es war auch wirklich irre,
dass solche Leute unbesehen
einschlichen sich. Doch konnte es geschehen.
Wie schade!
Ist es möglich
Als IM Jessenin zu lieben?
Ist es möglich
Als IM die SDP zu gründen?
Ist es möglich
Als IM weiterzuleben?
Was muss oder müsste man
Abspalten vom Leben?
Wie kann oder könnte man
Ohne das Abgespaltene
Leben?
Glaub”˜ ich manchmal nicht daran,
vieles könn”˜ man ändern,
tu ich´s dann doch irgendwann
trotz den vielen Blendern.
Ignorieren kann ich sie,
das versteht von selbst sich,
doch mitnichten und auch nie,
denn ich bin ja sterblich.
Doch die Dummheit, glaube mir,
die bleibt für unendlich,
Ewigkeit ist ihr Revier.
Und ich bin empfindlich.
Drum bleibt ja im Leben nur,
sag”˜ ich unumwunden,
leise legen eine Spur
hin zu bess´ren Stunden,
wo die Weisheit dann regiert
doch so zwischendurch auch,
welchen Glauben ungeniert
ich fürs Wohlsein schon brauch”˜.
Ach, ich brauch”˜ es, brauch es schon:
Manches soll sich ändern.
Kommentargedicht von Paul Spinger:
Was ein alter Knabe glaubt,
Ist nicht immer nur verstaubt,
Wie die grauen Haare.
Er verliert die Illusionen
Und muss seine Knochen schonen,
Doch er weiß ums Wahre.
Kommentargedicht von Brigitte Fuchs:
Ja, die alten Knaben
rütteln an den Staben,
wissen – wie die Raben –
Anderes wär zu haben”¦
Und die alten Frauen
kennen das und schauen,
hören zu und bauen
auf beiderlei Vertrauen.
Kommentargedicht von Elsa Rieger:
ich sehe leben
ein gesicht überzogen
mit zerfurchten
sonnenstrahlen
die sich um
augen fälteln
darin jahrzehnte
noch immer lächelnd
Eine weitere Inspiration durch meinen Text von Hermann Josef Schmitz:
alte männer
reisten durch das unruhige land
sie belohnten sich
mit bunten programmen
über falsche versprechungen
für ihre vergehen
flammende reden wurden
zu kaskaden der beruhigung
graue männer
reisten durch das entlebte land
sie verkauften die bescheinigungen
für ein neues leben
aus bodenlosigkeit
kleinlaut entzog sich
die gerechtigkeit
den verbreiteten lügen
starre männer
reisten durch das brennende land
vergriffen sich an freiheit und moral
mädchen sangen keine lieder mehr
hatten einen viel zu hohen preis bezahlt
in den städten brannte wut
wild und unbeherrscht
verging der sommer
müde männer
reisten durch das vereiste land
im gepäck sich selbst
vergessen wo sie einst geboren waren
Gold suche ich
Hinter den Grenzen
Meines Gärtchens
In dem Gekiesel des Flüsschens.
Edelsteine suche ich
Auf der Expedition
In die Sandflächen
Hinter den fischreichen Gestaden.
Anerkennung suche ich
In meinem Tun
Gegen Bezahlung
In beständigen Werten.
In dem Gekiesel
Welcher Sphären
Finde ich
Das Glück?