Dass früher alles anders war
Als wie es heute ist,
Das ist nicht wirklich sonderbar.
Nur eines das ist Mist:
Dass heute alles anders ist
Als ich es einst erlebt,
Macht dass sich so nach manchem Jahr
Die Stimmung gar nicht hebt.
Lyrisches von Helmut Maier
Dass früher alles anders war
Als wie es heute ist,
Das ist nicht wirklich sonderbar.
Nur eines das ist Mist:
Dass heute alles anders ist
Als ich es einst erlebt,
Macht dass sich so nach manchem Jahr
Die Stimmung gar nicht hebt.
Ich kaufe keine Lose, auch
keine Herbstzeit-Lose,
schon gar nicht
im beginnenden
Frühling.
Kommentargedicht zu „zeitnehmer“ von 1943Karl
„Weil die Frauen Kinder gebären, darum sollen sie keine politischen
Rechte haben. Ich behaupte: weil die Männer keine Kinder gebären,
darum sollen sie keine politischen Rechte haben und ich finde die eine
Behauptung mindestens ebenso tiefsinnig wie die andere.“
Dieser Aphorismus wurde formuliert von Hedwig Dohm (1831-1919)
Er ist so logisch wie ironisch und ich freue mich, auf einen Film über Hedwig Dohm,
eine Biographie über sie und eine Ausstellung, die noch diesen Monat in Hagen beginnt, hinweisen zu können:
Der Film der FernUniversität in Hagen ist HIER zu finden.
Über die Ausstellung über Hedwig Dohm, ihr Werk und ihre Wirkung – ebenfalls von der FernUniversität Hagen organisiert (11.März bis 22. April) ist HIER MEHR zu erfahren.
Auf einer Hedwig Dohm Website ist auch eine BIOGRAPHIE zu lesen.
Ich falle nicht
in die Falle der Zeit,
die im Orkus verschwindet.
Hüüt halt‘ ich’s mit der Ziit,
die mich nach vorwärts zieht.
– heute auf jeden Fall und wahrscheinlich auch noch morgen.
Ich freue mich schon
Auf die Nachkriegszeit.
Ich hör jeden Ton
Zu klingen bereit
Wie die Musik
In den zwanziger Jahren;
Ich träum mich zurück.
Es gilt zu bewahren
Den Willen zum Aufbruch
Und hin zum Gelingen,
Was das Geschichtsbuch
Nicht konnte bringen
In den dreißiger Jahren.
Ach könnt man die Unschuld
Doch endlich bewahren.
Endlich mal Unschuld!
Und dann nach dem Weltkrieg,
Dem zweiten, dem schlimmen,
Wollt statt dem Sieg
Man endlich bestimmen,
Nicht mehr zu marschieren,
So Vorbild zu sein.
Nicht lange genieren
Wollt man sich. Wirklich zum Schrein:
Fürs eigene Rechthaben
So sich zu ducken,
Gemeinsam am Graben
Zu bosseln, zu mucken
Gegen die Bösen,
Die man so benannte
Und abzulehnen
Alles Unbekannte,
Das bleibt heut”˜ noch denen,
Die sich wirklich nicht schämen.
Und trotzdem freue
Ich wirklich mich schon
Auf eine Nachkriegszeit
Ganz ohne Reue
Mit ganz neuem Ton.
Ich wäre bereit.
Hier also der Versuch einer Tondatei: Tradition
Wenn mei Großvadder
a Dichder gwea wär,
hedd´r vomma blaua Blaffoo
schdatt vom Hemmel gschrieba
ond dass do wia am Blaffoo
von seiner Wohnschduub
dia schenschde Lamba
ronderhengat am Daag
ond en d´r Nacht
wia´s en d´r Bibel schdoht.
Ond dui Ehrfurcht,
wo er gschbiart hot,
hot sich bei mir
au eigschdellt,
wo i mei elegdrische
Eisabah”˜ griagt han:
dui isch a”˜drieba worda
durch an Draffoo…
Jeder Hausgiebel
So präsentiert: ein Kunstwerk
Vor´m blauen Plafond
Mit Heinrich Albertz
Stell ich in eine Reihe
Die Reuevolle
Sie schiebt nicht platt zur Seite,
Wo sie gefehlt: Sie trägt es.
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