Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Marsch

Wie weit auch das Auge blicket:
nur Ruinen ringsumher.
Ach, sie wolln, dass ihr euch bücket.
Schultern tragen ach so schwer.

Dem Zwang werden wir weichen.
Doch mächtig sind die Zeichen
der Zeit.

Und wenn sie dann Bäume fällen,
altehrwürdig in dem Park,
werden wir dann doch am hellen
Tag noch so voll Hoffnung stark

demonstriern gegen das Unheil,
das auch dann noch kommen mag?
Haben wir dann auch noch Anteil
an der Hoffnung neuem Tag?

Dem Zwang werden wir weichen.
Doch mächtig sind die Zeichen
der Zeit.

Ach, wer kämpft, der kann verlieren,
wer´s nicht tut, der hat ja schon
aufgegeben zu marschieren,
kennt nur noch den Trauerton.

Dem Zwang werden wir weichen.
Doch mächtig sind die Zeichen
der Zeit.

Nein, es muss doch weiter streiten,
wer nicht ganz verlieren will.
Vorwärts müssen wir doch schreiten,
gegen allen Overkill.

Dem Zwang werden wir weichen.
Doch mächtig sind die Zeichen
der Zeit.

Fraternisierung

Die Macht der Mächtigen
zu kontrollieren
– das lässt sich nicht erreichen
durch Freundschaft mit ihnen.

Die Macht der Mächtigen
zu kontrollieren,
wie´s in der Gesellschaft
zu laufen hat,
macht leicht zu Handlangern
die vermeintlichen Freunde.

Und umso leichter siegt
der Profit.

Motivation

Schwebender Sternenstaub,
erdgebunden in uns,
goldenes Woodstock
in unseren Träumen.
Goldene Träume
in unseren Taten,
himmelgebunden und wahr.
Und wir fliehen,
wenn wir uns drücken
vor der Herausforderung,
gut und gütig zu sein.

Schweben

Auch erdenschwer möcht”˜ ich
ganz federleicht so gern
über den Dingen schweben.
Als ein Insektenelf.
Als Wissender,
der alle Kunde wiegt
und unter solcher Last
hindurch entschlüpft.
Und schillernd in
des Lichtes Glanz entflieht.
Und im Verschwinden doch
ganz in der Gegend bleibt
und in den Lüften steht.

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