Weltweit gilt nun:
Grundrechte einschränken
um Grundrechte zu schützen.
Böses gegen Böses.
Oh, wie homöopathisch!
Oh, wie empathisch,
dieses Einlullen
der Unbeteiligten,
die bei nichts beteiligt sind,
wenn es geht um Schutz der Rechte
freier Bürgerinnen und Bürger.
Ja, ja, die Unbeteiligten,
die Rechts mehr dulden als Links.
Eingelullt werden die,
denen Empörung zu weit geht,
durch Polizeikessel weit weg
gegen die Chaoten, die protestieren
gegen das Chaos der Justiz,
der Finanzjongleure,
der Medienmogule,
der Geldverschwender,
der Großprojektbesessenen,
der Beschwichtiger,
der Machterhalter,
denen Kritik gilt
als Feindschaft
gegen den Staat,
den bewahrenden,
den Ruhe bewahrenden
gegen den Sturm
des Protests.
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Die Jungen sind jetzt ausgeflogen.
Der Rosenbusch wird endlich nun beschnitten.
Jetzt stört”˜s die Alten nicht. So wird´s gepflogen.
Und neuen Rosenkindern wird inmitten
des wuchernden Gebüschs wie vorher jenen Amselküken
der Wachsimpuls gegeben, den sie brauchen.
Und ihnen soll der Freiraum auch genügen,
derweil die jungen Amseln nun von Zweig zu Zweig der Bäume krauchen
und immer noch die Schnäbel sperren,
damit die Alten sie noch füttern.
Meine Herren!
Dass die die Jungen auch an solchen fremden Orten wittern!
Ich staune, fange an, es zu begreifen,
wie Pläne der Natur fast wie von selber und alleine reifen.
Sich v´rzeehla
odder ebbas v´rzeehla;
nemme wissa weella,
ich´s so odder so;
mit manche Wehwehla
sich halt no
romschlaga miassa,
ogaddige Leit”˜ au griassa:
So isch´s halt mit d´r Zeit.
Na isch´s nemme weit
zom Schluss.
So an Schduss!
Von Autobauern
erwartet man nicht,
dass sie biologisch
Autos anbauen,
sondern dass sie
mehr für das Klima tun.
Sie sind ja keine
Autobauern,
sondern Autobauer.
Die Zukunft, sagt man so,
lässt sich im Voraus nicht
so sicher wissen wie ,
was schon vergangen ist.
Die Zukunft lässt sich nicht
so einfach sagen.
Doch wer schrieb wohl
Geschichte, wie wir sie
aus Büchern kennen? Schrieben
wir sie selber oder wird sie uns
serviert von Medien (oder nicht),
wie sie von Mächtigen ersonnen?
Und wissen wir nicht besser,
als alle Journalisten von den
Tagen vorher wissen,
was morgen kommt
in unsrem kleinen Leben?
Wer hat den Überblick,
wer kann die Pläne besser
abschätzen, ob sie gelten
oder nicht, als wir?
Wir kennen unsren Trott
doch so genau, wir wissen,
wie wir halt uns einzustellen
haben auf jedes Morgen.
Gewiss, wir können Pläne ändern.
Und Pläne ändern sich von selbst.
Wir wissen dann: Wir sind so frei,
uns den Gegebenheiten anzupassen.
Wir wussten ganz bestimmt,
Italien werde uns
im Urlaub sehen.
Das Wetter brachte uns dazu,
uns lieber Frankreich auszusuchen.
Auch können wir aus der Geschichte
lernen, wie wir besser uns verhielten,
so dass die Zukunft leichter einzuschätzen
und zu bestimmen sei durch unser Wissen.
Doch wissen wir das Eig´ne nur
und nicht die objektive
Geschichte, die´s ja gar nicht gibt,
und auch die fremde Zukunft nicht,
auch wenn sie uns betrifft.
Nun muss ich zudem noch gestehen:
Oft will ich gar nicht wissen,
was auf mich zukommt, will
verschieben dieses Wissen,
das mich betrüben könnte,
mach die Augen zu, stecke
halt in den Sand den Kopf.
Zum Ende scheint mir,
hängt das Wissen
um Zukunft und Vergangenheit
nur davon ab, was uns
betrüben könnte, uns
die ganz Privaten und
die Mächtigen ganz gleichermaßen:
Das Wissen um Vergangenheit
und Zukunft ist nur davon bestimmt,
ob wir es wollen oder nicht;
und weil wir das nicht eingestehen
uns selber und den andern,
kennen wir Zukunft und Vergangenheit
beide nicht wirklich. Schade?
Er geistert mir durch die Sinne:
der Brasilianer, wie er sagt:
„Wir tanzen Samba
und der Ball rollt“
und er legt für Millionen
seiner Landsleute
in die Wunde den Finger.
Aber gilt der Satz
nicht auch für uns
als Metapher?
Bloß erreicht er nicht
unser alltägliches
Bewusstsein?
Das aufgesperrte Schnäbelchen
Im Amselnest im Rosengebüsch:
Da haben die Alten genügend zu tun.
Sie lassen sich gar nicht stören
Von uns fremden Menschenwesen.
*ein Janka
Nach der Rede Obamas in Berlin, bei der er eine Reduktion der amerikanischen Atomwaffen bis zu einem Drittel anvisierte, bleibt es letztendlich offen, ob er möglicherweise doch einem endgültigen Abzug der amerikanischen Atomwaffen aus Büchel, den letzten in Deutschland verbliebenen, zustimmen wird. Es ist also leider die Frage, ob da nicht wie bei anderen Themen nur heiße Luft in dieser Rede drin war.
https://gezipark.nadir.org/index_ger.html
u.a. 18.43: [Istanbul] Die Vereinigung CARSI setzt ihren Sitzstreik in BeÅŸiktaÅŸ fort.
18.37: [Istanbul] Die Polizei greift wieder in Siraelviler an.
18.36: [Izmir] Tausende Menschen versammeln sich vor dem Stadion. Die Protestierenden stehen Auge in Auge mit den Polizeieinheiten und haben den Weg versperrt.
18.30: [Istanbul] Laut „Sol“ nimmt die Polizei in der Haza Pulo Passage am Taksim den Leuten die Masken und Lotionen gegen das Tränengas ab.
18.27: [Mersin] Die Bewohner Mersins haben vor dem Einkaufszentrum Forum AVM ebenjenes ausgebuht. Nun wird der GündoÄŸdu-Marsch gesungen.
18.21: [Ankara] Bei den letzten Angriffen im Güven-Park und auf dem GMK-Boulevard wurden Personen in Gewahrsam genommen. Unklar ist, wie viele Personen in Gewahrsam genommen wurden.
18.18: [Istanbul] Die Protestierenden haben die Barrikaden an der Kreuzung KurtuluÅŸ/Feriköy in Brand gesetzt. Photo
18.15: [Istanbul] In Karaköy haben Hunderte von Menschen die Straße blockiert. Das Fahrzeug der AKP steht mitten in der Menge und wird von den Protestierenden demoliert.
18.13: [Istanbul] In Sıraselviler greift die Polizei die Menschen mit Tränegas und Wasserwerfern an. Zehntausende von Menschen ziehen sich in Richtung Taksim Ilkyardim zurück.
18.12: [Istanbul] In Sıraselviler und Şişli setzen sich Zehntausende gegen den Terror der Polizei zur Wehr.
18.10: [Istanbul] In Kurtulus attackiert die Polizei die Anwohner in der Baruthane-Straße mit Tränengas.
18.09: [Mersin] Die Protestierenden in Mersin haben den Verkehr vor dem Einkaufszentrum „Forum“ angehalten und skandieren „Regierung tritt zurück“. Es werden mit jeder Minute mehr.