Ein großartiger Mann und Künstler fehlt uns nun:
Literaturnobelpreisträger Günter Grass ist im Alter von 87 Jahren gestorben.
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Kommen Sie am Freitag, den 17. April 2015 um 15:00 Uhr zur Protestaktion vor der Staatsanwaltschaft Stuttgart, Neckarstraße 145.
17. April 2015 ”“ Der Tod dankt der Stuttgarter Staatsanwaltschaft!
Wir fordern Gerechtigkeit!
Fünf lange Jahre sind vergangen seit Erstattung der Strafanzeige gegen Heckler & Koch wegen der illegalen G36-Gewehrlieferungen an Mexiko. In fünf langen Jahren hat die zuständige Staatsanwaltschaft zwei Hausdurchsuchungen bei Heckler & Koch und in Privaträumen von H&K-Mitarbeitern durchgeführt, zweimal unseren Informanten angehört sowie viele weitere Beteiligte verhört. Die Anklageerhebung steht noch immer aus. Schlimmer noch: Zurzeit ist der zuständige Staatsanwalt Peter Vobiller vom Fall abberufen und für mehrere Monate zur Generalstaatsanwaltschaft abgeordnet. Derweil nimmt das Morden in Mexiko mit G36-Gewehren seinen Lauf.
Am Ende könnten für die H&K-Beteiligten milde Urteile in Form von Geldbußen stehen, statt mehrjähriger Haftstrafen gemäß Kriegswaffenkontroll- und Außenwirtschaftsgesetz ”“ dann begründet mit den derweil Jahre zurückliegenden Taten. Schlimmer noch wäre ein Vorgehen wie das im Fall der Augsburger Justiz: Dort wurde der bayerische Rüstungslobbyist Karlheinz Schreiber ”“ trotz nachweislich millionenschwerer widerrechtlicher Waffengeschäfte mit Saudi-Arabien ”“ lediglich wegen Steuerhinterziehung verurteilt, nicht aber wegen illegalen Waffenhandels.
Die Verantwortlichen von Heckler & Koch und der D.C.A.M. feiern den Frühling 2015 in Freiheit. Wir wollen diesen Skandal des Verzögerns und Verschleppens nicht schweigend hinnehmen. Die Kampagne „Aktion Aufschrei ”“ Stoppt den Waffenhandel!“ lädt zum Protest ein:
Der Tod dankt der Staatsanwaltschaft.
Wir geben den Opfern eine Stimme!
Wir fordern Gerechtigkeit für die Opfer des H&K-Waffeneinsatzes in Mexiko!
Die Staatsanwaltschaft muss schnellstmöglich Anklage gegen die Täter erheben!
Kommen Sie am Freitag, den 17. April 2015 um 15:00 Uhr zur Protestaktion vor der Staatsanwaltschaft Stuttgart, Neckarstraße 145.
(Dieser Seite entnommen: https://www.rib-ev.de/2015/04/11/daks-newsletter-april-2015-ist-erschienen/
Der Chef des Instituts der Deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, ist für eine schnelle Arbeitsmarktöffnung für Asylbewerber. … Unvermeidbar ist nach seiner Meinung die Wiedereinführung von Studiengebühren. (https://www.deutschlandradiokultur.de/oekonom-michael-huether-arbeitsmarkt-fuer-asylbewerber.990.de.html?dram%3Aarticle_id=316668)
Ja, ein Neoliberaler!
Ganz einfach ein Scheißliberaler?
So liberal hier; so chauvinistisch dort.
Wenn’s ihn nur nichts kostet: „Da kann man
sicherlich eine Menge machen“
Die Verlässlichkeit der Natur,
die Glaubwürdigkeit der Politik:
Warum treiben sie so weit auseinander?
*ein Achtundzwanziger
Siehe vergangene Beiträge: https://www.maierlyrik.de/blog/index.php?s=Wiesenschaumkraut
Ach, wären wir vogelfrei,
frei wie die Vögel,
ungebunden und zwitschernd;
nicht in Paragraphen gezwängt,
die ungerechtfertigten,
mit ihren Fußfesseln gefangen,
in Käfige gesperrt,
ausgeliefert den Häschern
der Werbekampagnen,
eingeliefert in die Mauern
des öffentlich zugelassenen
Wohlverhaltens.
Aber sind wir nicht frei geboren,
sind frei, nicht in Ketten
der Sklaverei?
Leibeigene sind wir nicht,
Grenzen brauchen wir nicht
zu überwinden;
die Welt steht uns offen;
Freizügigkeit ist unser Recht.
Ja, wir sind frei,
vogelfrei sind wir,
preisgegeben sind wir
dem Nichtgehörtwerden,
der Bedeutungslosigkeit
in einer Welt, wo es keinen kümmert,
ob wir Frieden wollen,
Gewaltfreiheit, Nächstenliebe.
Die uns die vorwerfen,
sind Konkurrenten der Herrschenden,
die sie nur als solche bekämpfen,
nicht weil sie andere Werte
hochhalten und ehren.
Waffen und Geld
regieren die Welt.
Schnell abgeschossen
ist da ein Vögelchen,
das ja gar nichts bedeutet.
Vielleicht spricht uns die Natur – zum Beispiel jetzt in der Osterzeit in Form der Narzissen – deshalb so stark an, weil ihre so oft in Schönheit erscheinende Selbst-Identifikation so unhinterfragt daherkommt, während unser Narzissmus sich ständig mit dem Vorwurf auseinandersetzen muss, dass er krankhaft sei oder mindestens sein könne. Aber was wäre ein Künstler*innen-Dasein ohne eine eigene innerpsychische Instanz eines „gelingenden Narzissmus“?
(Siehe Wikipedia unter ‚Narzissmus‘: „Geglückter „Narzissmus wäre dadurch gekennzeichnet, dass sich das Subjekt durch [das] Bild [eines/r realen Anderen] als geliebtes Vorbild liebend ergreifen lässt“.Damit träte in Form narzisstischer Identifikation an die Stelle reiner Selbstbezogenheit die „Verinnerlichung einer (intersubjektiven) Beziehung“. In diesem Sinn leistet der Narzissmus nicht nur einen notwendigen Beitrag zur Ich-Bildung (Freud) überhaupt, sondern zur innerseelischen Strukturbildung des Selbst, indem es dieses als Instanz etabliert.)
Regenwetter beim Ostermarsch.
Seifenblasengestöber als Trotz.
Und der Magnolienbaum blüht auf dem Schlossplatz.
*ein Achtundzwanziger

Erbsenbrunnen*
Köstliche Geräuschkulisse
von vier Mineralwasserstrahlen.
Sie plätschern ins Becken des Erbsenbrunnens.
So manche der Passanten genießen
das schwefelfreie (hier: Lebens-) Wasser.
*ein Janka

Am Erbsenbrunnen in Bad Cannstatt – eine Skizze von Anton Bantock
Siehe auch: https://lucarinfo.com/anton/#.VRvtBIJ6j0k.facebook