Wer wirft Bomben, haut Köpfe ab?
Wer wohl? Der Krieg oder der Frieden?
Also: Heiliger Krieg? Heiliger Frieden!
*ein Achtundzwanziger
Lyrisches von Helmut Maier
Wer wirft Bomben, haut Köpfe ab?
Wer wohl? Der Krieg oder der Frieden?
Also: Heiliger Krieg? Heiliger Frieden!
*ein Achtundzwanziger
Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehn.
Das soll Richtschnur sein. Das soll gelten.
Kommen soll Klarheit und Frieden,
Leben in Wahrheit und Recht.
Das soll Richtschnur sein. Das soll gelten.
Gelten soll endlich die Liebe,
sie soll geschehn unter uns.
Die soll Richtschnur sein. Die soll gelten.
Wege durch Leid und Entbehrung,
die sollen führen dorthin.
Das soll Richtschnur sein. Das soll gelten.
Sehn wir in uns einen Anfang,
machen bald andere mit.
Lass Liebe Richtschnur sein. Sie soll gelten.
Ein grandioses Geschmacksfest
aus der tiefgründigen Blume Frucht:
Wir verdanken’s den Leuten des heißen Lands.
*ein Achtundzwanziger

Ablauf & Route der Menschenkette am Samstag, den 6. Juni 2015
Beginn: Zentrum Frieden, Friedenskirche
Ende: Mahnmal auf dem Stauffenbergplatz
10:45 Uhr: Treffen der OrdnerInnen
11.00 Uhr: Aufbau der Menschenkette von folgenden Sammelpunkten aus: Friedenskirche, Planetarium, Schauspielhaus, Charlottenplatz, Stauffenbergplatz
5 vor 12 Uhr: Die Menschenkette wird geschlossen
12.15 Uhr: Auflösung der Kette
Aufruf
Krieg beginnt in Stuttgart:
AFRICOM und EUCOM schließen!
Deutschland soll dem Frieden dienen. So steht es in der Präambel des Grundgesetzes. Doch von Stuttgart geht Krieg aus. In Stuttgart befinden sich zwei der sechs US-Kommandozentralen: Das AFRICOM und das EUCOM.
Das AFRICOM in Stuttgart-Möhringen steuert alle militärischen Einsätze der USA in Afrika. Hier werden die Todeslisten für den Einsatz von Kampfdrohnen erstellt.
Das EUCOM in Stuttgart-Vaihingen befehligt die US-Atomwaffen in Europa. Außerdem koordinierte es zum Beispiel die Angriffe gegen den Irak, Serbien und Libyen und das Kriegsmanöver „Rapid Trident“ in der Ukraine.
Damit Deutschland seiner Verantwortung für den Frieden gerecht wird, fordern wir im Rahmen des evangelischen Kirchentags in Stuttgart ein klares Bekenntnis der Kirchen, der Zivilgesellschaft und der politisch Verantwortlichen in Stadt, Land und Bund für:
ein Ende des völkerrechtswidrigen Einsatzes von Kampfdrohnen,
den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland und Europa und
die Schließung der US-Kommandozentralen AFRICOM und EUCOM.
Um diesen Forderungen öffentlich Nachdruck zu verleihen, rufen wir während des Kirchentages in Stuttgart zu einer Menschenkette für den Frieden auf.
Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), Allmende Stetten, Arbeitsstelle Frieden Karlsruhe, Attac Regionalgruppe Schorndorf, Bund für Soziale Verteidigung (BSV), Deutscher Freidenker-Verband, DFG-VK, DIDF Stuttgart, Die AnStifter, Die Linke Stuttgart KV, Evangelische Arbeitsgemeinschaft Frieden und Kriegsdienstverweigerer ”“ EAK-Württemberg, Friedensnetz Baden-Württemberg, Gesellschaft Kultur des Friedens, ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V. , Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V., Interreligiöse Gemeinschaft für Frieden (IGF) Stuttgart, Jusos Stuttgart, linksjugend [’solid] BG Stuttgart , Netzwerk Friedenssteuer e.V., pax christi Rottenburg-Stuttgart , pax christi ”“ Basisgruppe Stuttgart, pax christi ”“ Deutsche Sektion e.V, Pfarramt für Friedensarbeit der Evangelisch Württembergischen Landeskirche, SPD Stuttgart, VVN-BdA Baden-Württemberg, Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung“ – Stuttgart, Ökumenische Aktion Ohne Rüstung Leben, Dr. Hildegard Zürn-Müller, Erich Schneider (Mössingen), Ernst-Ludwig Vatter, Gabriele Jaeger, Gisa Luu (Frankfurt), Ingrid und Dr. Johannes Bohsung, Irmgard Deifel, Jürgen Michels Sielmingen, Michael Sommer, Meinersen, Mirijam Mahler, Stefan Brües (Wiesloch)
Mit einer Demonstration vor dem Hauptbahnhof protestiert die Bürgerbewegung gegen Stuttgart”‰21 am Samstag, 6. Juni, um 14 Uhr während des Evangelischen Kirchentages gegen den umstrittenen Tiefbahnhof. Hauptredner der Kundgebung, zu der die Parkschützer rund 8000 Teilnehmer erwarten, ist der Journalist Franz Alt. (Siehe Stuttgarter Zeitung: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-grossdemo-gegen-s-21-beim-kirchentag-geplant.7ff55538-4c74-4830-9be4-c0cd278e4474.html

Noch trage ich das schwarze Hemd.
Ja, seit dem Tag der Beerdigung.
Irgendwie scheint mir das noch passend zu sein.
*ein Achtundzwanziger (https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/)
Verlust. Verwirrung.
Die alte Frage:
Wie kann das sein?
Anerkennen die Fügung: fatal.
Ich wische sie weg.
Sie hindert den Schmerz.
Ohne ihn aber
ist keine Heilung.

Was stellt sich der unbefangene Leser – und womöglich die unbefangene Leserin – der Esslinger Zeitung vom Pfingstsamstag vor, wenn sie/er dort die Überschrift zu Gesicht bekommt: „Nesenbach wird verlegt“? Zum einen ist der Nesenbach selbst vielen Bewohner*innen Stuttgarts gar nicht oder kaum bekannt, obwohl er einmal das beherrschende Gewässer im Talkessel war und alles, was von den Hängen her an sonstigem Wasser herkam, zum Neckar hin transportierte. Aber zu sehen ist er schon lange nicht mehr wirklich, wenn man den im Breuninger-Untergrund zur Schau gestellten Wasserlauf oder die künstlichen Bächlein im unteren Teil des Schlossgartens nicht als Nesenbach gelten lässt. Zum andern kommt die eine oder der andere vielleicht auf die Idee, nun werde der gute alte Nesenbach wieder sichtbar gemacht und damit könnte S21, wofür die Maßnahme offenbar getroffen wird, sogar etwas Gutes haben. Weit gefehlt!
Der geplante Tief- bzw. Schiefbahnhof wird eine gewaltige Barriere für alle Gewässer des Stuttgarter Talkessels werden, so das verrückte Projekt tatsächlich entstehen sollte. Das gilt auch für den größten Teil der Stuttgarter Abwässer, die der Nesenbach als unter der Oberfläche verlaufender Abwasserkanal gezwungenermaßen aufnehmen musste.
Um diese Barriere herum lässt sich der Nesenbach nun wenn man will: leider nicht verlegen. Sie ist nun mal total: eine unbezwingbare Sperre in der Flussrichtung alles Wassers, das zum Neckar hindrängt. „Verlegen“ lässt sich dieser Wasserstrom nun weder nach rechts, noch nach links. Was also tun, wenn nicht ein Aufstauen des Wassers im Talkessel erzeugt werden soll? Ein Düker muss her, eine Art Siphon, den man das Wasser des Nesenbachs hinabstürzen lassen will, so dass er unter dem Schiefbahnhof hindurchfließen kann und – so die Physik es ohne Nachhilfe von Pumpen erlaubt – dann wieder in höhere Gefilde aufsteigen wird.
D a s also ist gemeint mit „Nesenbach wird verlegt“.
Der Redaktionsartikel hält nun aber noch eine weitere Verwirrung bereit: „Da der Düker zukünftig unter dem neuen Durchgangsbahnhof liegt, muss d i e s e r zuerst fertiggestellt werden“, lese ich da. Nicht etwa, dass ich den Begriff „Bahnhof“ für schönfärberisch halte und „Haltepunkt“ angemessener – nämlich realistischer – gewesen wäre. Das hätte ich bei der Esslinger Zeitung natürlich nicht erwartet. Nein, wie heißt die Regel? Etwa so: Das Demonstrativpronomen (also: „d i e s e r“) bezieht sich auf das letzte davorliegende Substantiv des gleichen grammatischen Geschlechts. Das heißt: Zuerst müsse die Barriere (der „Durchgangsbahnhof“) gebaut werden. Dann könne man im Tagebau (denn der soll es nun eben doch sein) den Düker darunter quetschen! Ha! Ha!
Wenn wir an Pfingsten die Ruach („den Geist“) feiern, warum sollte es da für uns nicht das Fest der Begeisterung werden?
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