Schneeschippen üben.
Im Frühjahr kann man´s noch tun.
Da ist Zeit genug.
Meteorologische
Sicht der Dinge macht´s möglich.
Lyrisches von Helmut Maier
Schneeschippen üben.
Im Frühjahr kann man´s noch tun.
Da ist Zeit genug.
Meteorologische
Sicht der Dinge macht´s möglich.
Dieses Jahr werden es 120 Jahre werden, dass Clara Zetkin nach Sillenbuch kam, heute ein Stadtteil von Stuttgart. Hier war sie Herausgeberin der Frauenzeitschrift Die Gleichheit.
Clara Zetkin war sozusagen die Erfinderin des Weltfrauentags (erstmals 1911 gefeiert) – damals 1910 als Mitglied der SPD, die sie später zumindest auch wegen der Kriegskredite, denen die SPD zustimmte, schließlich verließ. Schon länger war sie mit Lenin persönlich befreundet, den sie anlässlich des Internationalen Sozialistenkongresses in Stuttgart kennengelernt hatte. Bevor sie Deutschland nach der Machtergreifung Hitlers endgültig verlassen musste, war sie 1932 als KPD-Abgeordnete Alterspräsidentin des Reichstags gewesen.
Mit ihrer folgenden Kritik ging sie schon 1889 über die Forderungen der bürgerlichen Frauenbewegung nach Frauenwahlrecht, freier Berufswahl und besonderen Arbeitsschutzgesetzen für Frauen hinaus:
„Das Stimmrecht ohne ökonomische Freiheit ist nicht mehr und nicht weniger als ein Wechsel, der keinen Kurs hat. Wenn die soziale Emanzipation von den politischen Rechten abhinge, würde in den Ländern mit allgemeinem Stimmrecht keine soziale Frage existieren. Die Emanzipation der Frau wie die des ganzen Menschengeschlechtes wird ausschließlich das Werk der Emanzipation der Arbeit vom Kapital sein.“
Trotzdem oder ergänzend muss zum Weltfrauentag auch an die Leistung von Hedwig Dohm noch einmal erinnert werden.
Mats Bähr ist jetzt Blogger ( https://missamok.wordpress.com/ ). Ich empfehle ihn als solchen Eurem Zuspruch. Hier ist mein Kommentar zu einem seiner ersten Posts (In dem Kommentar beziehe ich mich auch auf seine Selbstvorstellung):
Hallo, lieber Miss-Amuk, wenn ich Dich einmal so nennen darf: Den blindwütigen Amoklauf vermeidend, indem Du Deine Gedanken zu ordnen versuchst. Dem „Wunsch nach Ordnung und Struktur in dieser Welt“ widmest Du mindestens einen Teil Deiner Anstrengung; und das ist ja gut so, glaube ich. Aber außer Realität und Chaos gibt es ja auch die Fantasie; und die ist weder das eine, noch das andere ganz. Sie ist eine dritte Instanz, die es ermöglicht, neue Welten zu schaffen – wie Adorno das fordert: als Alternativen zu dieser Welt des Chaos und der schnöden Realität (wie ich das mal ausdrücken will).
Dass Dir dieser Kampf mit den Gegebenheiten einen guten Sieg gewährt, das wünsche ich Dir und uns von Herzen.
Ich grüße Dich ganz herzlich zum Einstand in Deine Bloggerei.
Helmut
Außerdem möchte ich Euch – Z.B. soweit Ihr in der Gegend von Kiel anwesend sein könnt – noch einmal auf seinen Slam- Termin am 11. März aufmerksam machen, so wie er es selbst tut: https://missamok.wordpress.com/2010/03/06/this-is-how-you-remind-me/
Geht auf die Straße?
Solange die Mehrheit nicht zugibt,
dass sie falsch gewählt hat,
solange die Mehrheit
der heutigen Opposition
nicht zugibt,
dass sie früher die Wähler
durch ihre falsche Politik
dazu getrieben hat
falsch zu wählen,
können zu wenige
mit vollem moralischem Recht
auf die Straße gehen,
als dass sich was
änderte.
Kommentargedicht zu dem von Petros HIER angepriesenen Kabarettbeitrag
Ich kaufe keine Lose, auch
keine Herbstzeit-Lose,
schon gar nicht
im beginnenden
Frühling.
Kommentargedicht zu „zeitnehmer“ von 1943Karl
„Weil die Frauen Kinder gebären, darum sollen sie keine politischen
Rechte haben. Ich behaupte: weil die Männer keine Kinder gebären,
darum sollen sie keine politischen Rechte haben und ich finde die eine
Behauptung mindestens ebenso tiefsinnig wie die andere.“
Dieser Aphorismus wurde formuliert von Hedwig Dohm (1831-1919)
Er ist so logisch wie ironisch und ich freue mich, auf einen Film über Hedwig Dohm,
eine Biographie über sie und eine Ausstellung, die noch diesen Monat in Hagen beginnt, hinweisen zu können:
Der Film der FernUniversität in Hagen ist HIER zu finden.
Über die Ausstellung über Hedwig Dohm, ihr Werk und ihre Wirkung – ebenfalls von der FernUniversität Hagen organisiert (11.März bis 22. April) ist HIER MEHR zu erfahren.
Auf einer Hedwig Dohm Website ist auch eine BIOGRAPHIE zu lesen.
Ich falle nicht
in die Falle der Zeit,
die im Orkus verschwindet.
Hüüt halt‘ ich’s mit der Ziit,
die mich nach vorwärts zieht.
– heute auf jeden Fall und wahrscheinlich auch noch morgen.
Ich freue mich schon
Auf die Nachkriegszeit.
Ich hör jeden Ton
Zu klingen bereit
Wie die Musik
In den zwanziger Jahren;
Ich träum mich zurück.
Es gilt zu bewahren
Den Willen zum Aufbruch
Und hin zum Gelingen,
Was das Geschichtsbuch
Nicht konnte bringen
In den dreißiger Jahren.
Ach könnt man die Unschuld
Doch endlich bewahren.
Endlich mal Unschuld!
Und dann nach dem Weltkrieg,
Dem zweiten, dem schlimmen,
Wollt statt dem Sieg
Man endlich bestimmen,
Nicht mehr zu marschieren,
So Vorbild zu sein.
Nicht lange genieren
Wollt man sich. Wirklich zum Schrein:
Fürs eigene Rechthaben
So sich zu ducken,
Gemeinsam am Graben
Zu bosseln, zu mucken
Gegen die Bösen,
Die man so benannte
Und abzulehnen
Alles Unbekannte,
Das bleibt heut”˜ noch denen,
Die sich wirklich nicht schämen.
Und trotzdem freue
Ich wirklich mich schon
Auf eine Nachkriegszeit
Ganz ohne Reue
Mit ganz neuem Ton.
Ich wäre bereit.
Hier also der Versuch einer Tondatei: Tradition
© 2026 Maier-Lyrik
Theme von Anders Norén — Hoch ↑