Wie wenn jemand ein Stück abgebissen hätte
so sah es am Himmel aus
allerdings nur mit besonderer Brille
die nicht jedermann noch besorgen konnte:
vielleicht sah’s wie der Mond aus und er war’s wohl auch
der ein Sück von der Sonne abgebissen hätte
und der Schatten wurde immer größer
und auch die Familie
die es mit einer selbstgebauten Lochkamera
vergeblich versuchte etwas zu sehen
von dem Ereignis das es war
konnte schließlich von Hanna eine Brille bekommen
und war auch ganz erstaunt
und ich sah: die Sonne wurde immer kleiner
der Schatten immer größer
Schließlich war nur noch oben
ein goldener Rand der Sonne übrig
und kurz nach dem Zeitpunkt der uns vom Internet
angegeben war für den Höchststand
der partiellen Sonnenfinsternis
sah ich plötzlich durch die Brille nichts mehr
von der Sonne denn die begann eben unterzugehen
hinter dem Wald und blickte uns ohne Brille
nur noch zaghaft zwischen den Bäumen an
und dann war sie auch schon unten
und weg
Schön und sehr gut nachvollziehbar in Verse gepackt. Habe mich gefühlt, als wäre ich dabei gewesen.
Gruß in den Abend
Petgos
Danke sehr für deinen Beitrag, lieber Petros!
Bist du nicht dabei gewesen?
Liebe Grüße
Helmut
Ich habe das „Schauspiel“ tatsächlich bewusst versäumt. – Der tagelange Rummel um diese Verfinsterung hat mich bewogen, mich zu verweigern.Für mich war das schon eine Art inszenierte Hysterie.
Gruß Petros
PS: Umsomehr habe ich deine leisen Verse genossen.
Danke sehr, lieber Petros!
Ganz ähnlich lief es auch bei uns ab. (Wir hatten allerdings noch Spezialbrillen vom letzten Ereignis, die noch prima funktionierten.)
Deine Verse könnten treffender und anschaulicher nicht sein.
Danke dafür und lieben Gruss,
Brigitte
Ja, es war sehr schön, um nicht zu sagen: Es war umwerfend. So schön hatte ich es mir nicht vorgestellt!
Liebe Grüße
Helmut