Die gestreifte Wandelhalle:
wenig Säulenschatten und viel Licht.
Die Wolken am blauen Himmel nur Zierwerk.
*ein 28er
Lyrisches von Helmut Maier
Die gestreifte Wandelhalle:
wenig Säulenschatten und viel Licht.
Die Wolken am blauen Himmel nur Zierwerk.
*ein 28er
An Rems und Neckar
weißes Wunder Kirschblüten
im keimenden Grün.

Abhold, sagte Kretschmann, sei ihm
interessenstaktisches Geflecht
im Berliner Politikbetrieb. Nur da?
Gut wäre es, er fasste sich einmal
an der baden-württembergischen Nase.
* ein Janka
In Aussicht gestellt wurde sie:
die Politik des Gehörtwerdens.
Die Essenz beim Ausdrücken des Schwamms: Wasser.
*ein 28er
Ich hab sie wohl
nicht mehr alle
im Kopf
die Ermahnungen
nicht zu weinen als Junge,
keine geklauten Äpfel zu essen,
an Fasching sich nicht
in das weltliche ”“ oder katholische ”“
Getümmel zu stürzen,
sich durchsetzen zu lernen,
von anderen sich nicht
abhängig zu machen,
immer gut abzuschneiden
im Lebenskampf,
aber nicht immer Recht
haben zu wollen.
Anpassen muss man sich
und ja, sie wohl
noch alle haben
im Gedächtnis.
Ach, wenn ich Lessing wär”˜,
so setzte ich beim Streit um Grass
– ich sag´s bei meiner Ehr”˜,
denn das ist krass –
den rechten Keil
auf einen groben Klotz
und sei´s ein Papst,
nur drum dass ich nicht kotz,
den ich zum Gegner hätte.
Das Wort sie sollen lassen stahn
auf ewiglich, ich wette.
Wenn das die Augen endlich weitet,
die Welt sich endlich richtig deutet,
dann findet sich der Weg zum Frieden.
Dann ist dem Grass die Ehr”˜ beschieden.
Mit welcher Latte messen?
Frieden oder Rechthaben?
Gewissheiten, die keine Rechtfertigung haben?
Gewissheiten, die offenbar sind?
Angst oder Mut?
Vorsicht oder Dreinschlagen?
Versöhnung oder Hass?
Man muss
sich entscheiden!
Kommentargedicht zu „Wo ist der Punkt?“ ( https://blogpoesie.de/?p=21072 ) von Petros ( https://blogpoesie.de )

Wir Stuttgarter wissen ja wohl:
Eine Krähe kommt selten allein
und ne Schweizer Bank macht noch nichts transparent.
*ein Achtundzwanziger
Die ersten Tulpen, Hoffnungen,
längst in Stuttgart verblüht sind sie ja.
Doch mächtig drängt´s aus allen Ecken hervor.
*ein Achtundzwanziger
Der Mandelblütenzauber schwebt
von Platz zu Platz und lässt sich nieder,
weissagt das schwere Violett vom Flieder.
*ein Achtunzwanziger
© 2026 Maier-Lyrik
Theme von Anders Norén — Hoch ↑