Lyrisches von Helmut Maier

Schlagwort: Neue Maier-Lyrik (Seite 62 von 165)

Doomsday

Noch fünf vor zwölf –
das ist vorbei.
Die Wissenschaftler sehen es
gefährlicher nun an:
nur drei vor zwölf
geben sie noch Zeit.
Die Doomsday clock,
sie tickt. Die Kombination
von Klimawandel und Atomgefahr,
gefährlich ist sie, wie sie selten war:
Doch ruhen wir,
als wäre nichts.
Was hilft das Warnen?

Ich probier’s nochmal

Das Raunen der Gespenster

Wieder ist ein Vulkan ausgebrochen.
Wieder haben wir den Beweis:
Recht hatten wir, dass wir gewarnt haben
vor der Gefahr der Vulkanisierung Europas.

Höre sie nur!
Höre genau hin, was sie sagen!

Mit Wutausbrüchen dem Wüten begegnen
müssen wir. Das ist unser Auftrag.
Den Anhängern des Gottes des Feuers –
wir stellen uns ihnen mutig entgegen.

Höre sie nur!
Höre genau hin, was sie sagen,
was sie raunen:

Genug ist genug! Kampf dem römischen
Heidentum, das 2000 Jahre lang
die Schläfer Vulkans befeuerte. Jetzt
dringen sie auf uns ein:
Schon viele Tote hat es gegeben:
Tod den Vulkaniseuren.

Höre sie nur!
Höre genau hin, was sie sagen,
die Gespenster im Finstern:

Einhalt dem tödlichen Treiben! Dem Vulkanismus
sagen den Kampf wir jetzt an. Jetzt
zeigt er sich offen. Reifen brennen
nun auf den Straßen. Zu viel Gummi!
Geschmolzene Masse ”“ schon in Paris
kommt sie den Menschen entgegen.
Bald schon wird sie auch hier sein in Dresden, in Köln und in Stuttgart.
Haben wir denn nicht Recht?
Tod den Vulkanen!

Was die Gespenster dir sagen,
mag dich erregen.
Aber prüfe die Worte!

Wider die Gefahr (gegen die wirkliche)

Wieder ist ein Vulkan ausgebrochen.
Wieder haben wir den Beweis:
Recht hatten wir, dass wir gewarnt haben
vor der Gefahr der Vulkanisierung Europas.
Mit Wutausbrüchen dem Wüten begegnen
müssen wir. Das ist unser Auftrag.
Den Anhängern des Gottes des Feuers –
wir stellen uns ihnen mutig entgegen.
Genug ist genug! Kampf dem römischen
Heidentum, das 2000 Jahre lang
die Schläfer Vulkans befeuerte. Jetzt
dringen sie auf uns ein:
Schon viele Tote hat es gegeben:
Tod den Vulkaniseuren. Einhalt dem
tödlichen Treiben! Dem Vulkanismus
sagen den Kampf wir jetzt an. Jetzt
zeigt er sich offen. Reifen brennen
nun auf den Straßen. Zu viel Gummi!
Geschmolzene Masse ”“ schon in Paris
kommt sie den Menschen entgegen.
Bald schon wird sie auch hier sein
in Dresden, in Köln und in Stuttgart.
Tod den Vulkanen!

Begründete Hoffnung

Und wieder kehrt die Sonne um,
bedenkt die nördlichen Gefilde;
verspricht ihnen auch wieder einen Sommer.

Ein Kind, in dieser Zeit geboren,
hat dieser Umkehr sich verschworen.

*ein Janka

Warten auf Wahrheit

Wahrheit, ungeborenes Kind,
du wartest ja auf Gerechtigkeit,
auf Frieden wartest du, auf goldenes Licht;

noch bist du geborgen im Schoß,
mitten im mütterlichen Leben.

Auf deinen frühzeitigen Tod,
wie setzen sie drauf, deine Feinde,
die sich nähren wollen von deinem Sterben!

Chancenlos scheinst du in Kriegszeiten,
in Zeiten des Rassenhasses auch.

Im schützenden Dunkel bleibst du,
wenn die Gier nach Gewinn sich austobt
oder wenn nackte Angst sich fürchtet vor dir.

Was alles steht deiner Geburt,
der Erlösung durch dich noch im Weg?

Aber in Oslo spürt heuer
dein Strampeln, wer guten Willens ist
auf der Welt, doch hinter der Bauchdecke schon

klar bei der Verleihung des Preises
an euch, Malala und Kailash.

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Maier-Lyrik

Theme von Anders NorénHoch ↑