Ist es möglich
Als IM Jessenin zu lieben?
Ist es möglich
Als IM die SDP zu gründen?
Ist es möglich
Als IM weiterzuleben?
Was muss oder müsste man
Abspalten vom Leben?
Wie kann oder könnte man
Ohne das Abgespaltene
Leben?
Lyrisches von Helmut Maier
Ist es möglich
Als IM Jessenin zu lieben?
Ist es möglich
Als IM die SDP zu gründen?
Ist es möglich
Als IM weiterzuleben?
Was muss oder müsste man
Abspalten vom Leben?
Wie kann oder könnte man
Ohne das Abgespaltene
Leben?
Gold suche ich
Hinter den Grenzen
Meines Gärtchens
In dem Gekiesel des Flüsschens.
Edelsteine suche ich
Auf der Expedition
In die Sandflächen
Hinter den fischreichen Gestaden.
Anerkennung suche ich
In meinem Tun
Gegen Bezahlung
In beständigen Werten.
In dem Gekiesel
Welcher Sphären
Finde ich
Das Glück?
Es begab sich aber zu der Zeit,
als die Politiker alle aufriefen,
doch an der Europawahl teilzunehmen,
dass nur mit viel Trickserei
(Kommunalwahlen auf den selben Tag
zu legen; Pfingstferien zu verlegen)
eine noch schlechtere Wahlbeteiligung
zu verhindern war, vielleicht auch
deswegen, weil die Zuversicht
in die Lösungskompetenz für die vielen Probleme
sehr schwankend war, zum Beispiel,
wie der Frieden weltweit zu sichern wäre,
gar mit friedlichen Mitteln. Da begab es sich,
dass das europäische Volk wieder einmal
nicht die Vertretung hatte, die ihm entsprach,
oder doch?
Das Kommentargedicht von Petros dazu:
Wählbar sein,
Sich nicht stellen.
Wählen können,
Nicht gehen.
Die Qual der Wahl,
Augen zu… Vergessen.
Die Wahl der Qual,
Das größere Übel.
Wer raubt schon
Eine Europa?
Ein Ochse vielleicht.
Der… ohne Hörner.
Mädchen- und Mutterbrüste
in die Ebene gestreut.
Wohnplätze der Ahnen
in Begrenzungen beherbergt,
behausend die felsigen Räume.
Ruhepunkte fürs Auge.
Aus der Bläue des Himmels
Wölkchen geboren,
aufgequollen zu Watteschiffchen.
Zum Defilee treibt sie
der Ostwind
vorbei vor dem wölkchengleichen
Sichelmond des Tages
und sie ehren die Zeiten
der Zeit.
Zerflettert, verweht
zerfließen sie wieder
ins Blau,
um zur Geltung zu bringen
die neuen, die folgen.
In der Bläue verschwimmt
Ort und Zeit.
Schuld ist Zukunft,
sagt die eine
der drei Nornen.
Ohne Dornen,
wie ich meine,
sie zu wollen: Unvernunft.
Sich aufbäumend
in Nuraghen
mit den Zyklopenmauern,
bewahren wollten sie
ihre Unschuld der Insel.
Wie aber unschuldig bleiben,
wenn Verehrung der Schwerter
das Zeichen ist
der Bereitschaft,
Gewaltfreies sich
gewähren zu lassen
durch gewaltige Massen
von trutzigen Steinen?
Dabei war noch immer
rund ganz
der Grundriss des Denkens,
wölbte sich über ihnen
die Halbkugel
des Himmelsgewölbes
im Steingewölbten
uralter Traditionen
beim täglichen Ringen
ums Leben, dem weitergereichten
von weither.
Und die Punier hatten es leicht
und die Römer,
endlich zu etablieren
das Rechteck des Rechthabens
und ihr Reich
zu errichten.
Welches Wunder:
Konkretionen der Energie
können wir unterscheiden:
Felsgestein: Granit, grau
und rot,
und Kalk,
und Fruchtfleisch
von Apfel und Pfirsich,
bevor zu Energie
sie wieder zerfallen
und wegfliegen
mit Schmetterlingsflügeln,
davon,
ins Unendliche hin.
Ich suche das Verstehen
in Bildern,
glattglänzenden Ästen
beschnittener Eukalyptusbäume,
dagegen
glattgeschliffenen
Granitfelsen.
Ach, wie so rau
deren Oberfläche,
kristallen funkelnd:
wechselnd mit wechselndem Standort.
Erst die frühjahrsgegebene
Üppigkeit
der Macchia
lässt mich glauben
an freundliches Leben.
Mit den braunen Broeseln
der von mir zerquetschten
Eukalyptusblaetter
des Vorjahrs
sehe ich Leben
zerbroeseln,
flatternd im Wind,
hinfliegend
– ach, so angenehm
unter dem blauen Himmel
im erfrischenden Heute
des Mistral,
ueber dem Miniatur-Kleeblumen- Teppich,
zwischendurch gesprenkelt
mit Bonsai-Massliebchen-Figuerchen
des zeitigen Sommers.
Nicht den Kampf
fuehren zu muessen
mit der Windsurf-Geraetschaft,
nur mit ganz leichtem Neid
den dann doch
auf der Azurflaeche
Hingleitenden
bewundern zu duerfen
mit Behagen:
Welches Glueck!
In meinem Internet-Kalender
werde ich mir’s wohl
notieren muessen:
das Datum 3.Mai 2019:
„Stuttgarter Zeitung abonnieren.“
Als einen der letzten Wuensche
meines Lebens
koennte ich ja vielleicht
Pete Seeger noch erleben
als Hundertjaehrigen
auf seiner Welttournee,
wenn ich davon erfahren sollte
in der Stuttgarter Zeitung.
Jan Ulrich Welke
versprach es dort:
„Und wenn dieser Mann
hundert wird,
geht er vielleicht sogar
noch einmal auf Welttournee.
Wir melden uns,
wenn’s so weit ist.“
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