Lage in Libyen unklar.
Wenige Auslands-Journalisten.
Die Unabhängigkeit der Berichte fehlt.
Warum aber der Mangel an Berichten
über den massenhaften Protest
gegen Stuttgart 21?
*Spiegelbildlicher 28er
Lyrisches von Helmut Maier
Lage in Libyen unklar.
Wenige Auslands-Journalisten.
Die Unabhängigkeit der Berichte fehlt.
Warum aber der Mangel an Berichten
über den massenhaften Protest
gegen Stuttgart 21?
*Spiegelbildlicher 28er
Die Spatzen.
Sie schwatzen.
Wer weiß das nicht?
Missverständnis ist Pflicht:
Sie schimpfen.
Sie zetern.
Sie proleten
und wettern.
Ach, höre doch
ihr Liebeswerben,
ihre Entwürfe
von einem Morgen
mit weniger Sorgen.
Aber wer hört das?
Kommentargedicht zu Syntaxias „Im Garten matscht die Erde„
Zwei Kommentargedichte haben mich erfreut:
Hier das von Rosadora
na ich, wer sonst,
ich liebe die spatzen,
die schwatzen
und zetern und werben,
um nicht ins verderben
abzuschwirren
… und hier das von Curt :
gemeine Stadt
Die Futterpflanzen meist vernichtet
Die Dächer alle abgedichtet
Zum Nesterbauen keinen Platz
Der arme Spatz
Gegenüber den Weinhängen:
Der Streit unter den Apfelbäumen:
Sind´s grüne oder weiße Wiesenflächen?
*ein 28er
Die spitzen Osterglockenknospen
können´s kaum erwarten
wachgeküsst zu werden
im Frühjahr.
Der schwarze Glanz des frühen
nächtlichen Himmels
weiß nichts mehr
von dem öden Grau
des Tages
und bietet sich
dem seh´nden Auge gar
als Sommernacht.
Rachel hat dazu ein schönes Kommentargedicht beigetragen und meinen Traum so wietergesponnen::
Schneeglöckchen läuten
im vollkommenen Blau des Tages
die Sonne wagt Strahlen in Gold
komm Frühling
wag es
längst hast du es gewollt
Brunis Kommentargedicht ist wunderbar zuversichtlich:
Nun kommt er rasch,
der Frühling, er spürt
unser Sehnen.
Deutlich hör ich sein Atmen,
frische Kraft durchströmt
seine Lungen.
Wie hieß doch die Melodie,
die er eben gesungen?
Es war ein lustiges Lied,
voller Farbe und Heiterkeit.
Der Staat: Beute von Parteien.
Und Parteien: Beute der Banken.
Wer bestimmt also in d e r Demokratie?
*ein 28er
Sauerstoffspendende Bäume
vom Bahnhof auf den Wasen verpflanzt.
An Smogtagen reise dorthin zum Atmen.
*ein 28er
Siehe https://www.rundschau-online.de/html/artikel/1296657100607.shtml
und https://baumpaten-schlossgarten.de/?seite=aktuelles&id=5
Barbara hat als Kommentargedicht eine schöne Dreizeiler-Variante verfasst:
Heute verfrachten sie Bäume,
morgen die Alten, weil´s ihnen so passt
und übermorgen?
Und hier das Kommentargedicht von Bruni:
da verfrachten sie die Erde.
Der Mond wird
unter der Erde scheinen
und bitterlich weinen.
Güte und Milde
werden vergehen
Nichts Nennenswertes
wird mehr bestehen.
Kinderlachen im Sonnenschein;
Schneewasserlachen auf den Wiesen.
Unvorstellbar ist des Winters Wiederkehr.
*ein 28er
Die ganze Wahrheit vermitteln
in homöopathischen Dosen.
Dass es gelingt, ist das denn selbstverständlich?
*ein 28er
Pöbeleinsatz war’s
las ich in der Eile statt
Polizeieinsatz
Ach, die wohltuende Wärme
und dazu die heilenden Hände!
Alltags-Veränderungen dennoch im Blick.
*noch ein „Achtundzwanziger“
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