Lyrisches von Helmut Maier

Schlagwort: Deutsche Dreizeiler (Seite 37 von 45)

Herbstlodern

Loderndes Sehnsuchtslilablau
von der Kristallkugel geworfen.
Illumination der weißgekalkten Wand.

Bruni ( https://www.wortbehagen.de/index.php ) hat als sehr hübschen Kommentar dazu Folgendes gedichtet:

wenn lilablau lodert
und Sehnsucht verspürt,

werden in Öfen Feuer geschürt,

bis Wärme die kalten Spitzen
unserer Finger berührt.

Ausgleich*

Die Kristallkugel am Fenster
versprüht Farben über die Wände.
Jetzt, da die Sonne schon tief steht am Himmel.

*ein 28er: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/

Etymologische Achtundzwanziger-Trias*: dünken, denken, danken

Es dünkt mich Unbeweisbares
Irgendwie ist die Liebe ein Ding
Das fackelt gar nicht lang und brennt lichterloh

Ich bin, also denke ich auch
Und fühle im Leben tiefen Sinn
Ständig durchdringt er ja meine Gedanken

Froh erkenne ich das Leben
Leicht trägt und überwältigt es mich
Dankbarkeit nenne ich diese Erleuchtung

*eine Dreiheit von 28ern. Siehe https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/

Herbst*

Wehmütig grüßen einander
der Rosenstock und die Stockrosen.
Sie wissen: die Zeit des Abschieds ist nahe.

*ein 28er: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/

Wieso?*

Immer weniger Aussichten
beim Pilze- wie beim Parkplatzsuchen.
Man könnte an Zusammenhänge glauben.

*ein 28er: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/

Spätsommertag*

Nebelflöckchen zum Greifen nah
geronnen und aufgelöst sogleich
über das Blau gestreut treibt hin sie der Wind

*ein 28er: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/

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