Wer nicht trauern kann
über Unrecht,
zementiert es.
Schlagwort: Deutsche Dreizeiler (Seite 36 von 45)
Raben auf umgepflügtem Feld
All die umgebrochenen Krumen
verheißen vorwinterlich Leckerbissen
Ist Schmiedel ”“ wen kann ich da auch
nennen? ”“ ein Genosse der Bosse?
Wie kann er sich Sozialdemokrat nennen?
Schwer ist”˜s zu fassen, sage ich,
dass die Mehrheit der Mafia glaubt.
Denn der Tiefbahnhof ist immer noch Unsinn.
Ein Vöglein huschte übern Weg;
ach nein, ein welkes Herbstblatt war es.
So ähnlich ist doch manchmal Leben und Tod.
*ein 28er: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/
Es soll wirklich Menschen geben,
die schämen sich gar Recht zu haben.
Ist die Frustration so leichter ertragbar
in der Realität
nicht Recht zu bekommen?
*ein zum Janka (wie ich es jetzt als dem japanischen Tanka angenäherte Gedichtform nenne) erweiterter 28er
Dieses Gedicht war übrigens eine Reaktion auf den unsäglichen Artikel „Rechthaber“ von Rainer Nübel in der taz-Beilage „Kontext“ vom 13.11.2011: https://www.kontextwochenzeitung.de/newsartikel/2011/11/rechthaber/
Manche Leute bewundern die,
die viele Worte machen können,
aber nichts sagen außer sie hätten Recht.
*ein aphoristischer28er: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/
Der Herbst des Lebens lässt umgehn
mit endgültiger Vergänglichkeit.
Der Herbst des Jahres schielt nach dem Neubeginn.
*ein 28er: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/

Die württembergische Herrschaft,
einst endete sie an diesem Stein.
Mein heutiger Wohnsitz liegt weit dahinter.
Der Tanz des Vogelschwarms: Stare.
Starenschwarm am herbstlichen Himmel.
Tanz des Entzückens: Muntre Montagsdemo.
*ein 28er: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/