Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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KRETISCHES TAGEBUCH, Teil 7: Verwirrung

Ist viel-leicht
ein anderes Wort für Urlaub?
Und viel-schwer
eines für den Alltag?
Oder umgekehrt?

Wobei werden wir
uns bewusst,
wie schwierig die Welt
sich darstellt?

Angesichts der Toten im Meer
nicht so weit südlich von uns,
von denen wir nicht nur lesen,
sondern die sich uns aufdrängen,
wenn an die Ursachen wir denken
unseres Wohlstands?

KRETISCHES TAGEBUCH, Teil 2: Am Strand

Welle, geworfene,
schön bekränzte, du:
von weit her kommt dir
deine Dynamis:
aus scheinbar uferloser Bläue
freudig heraus
und wahrhaftig
niemals verebbend.

Selbst der Entypos
auf die aufnahmebereite Netzhaut
und das Erlebnis-Zentrum
ist ja unsterblich.

Ach, gar nichts vergeht.
Gar nichts.

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