Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Der Vexiermeister

So vielgestaltig ist der Herbst!
Vexiermeister nenne ich ihn.

Zu Zeiten zeigt er dies,
zu andren Zeiten anderes.

Seine Sammlung ist vielfältig,
aus allerhand Phasen zusammengelesen,
auf einen Bildschirm projiziert;
sie täuschen das Auge.

Vielerlei Energien,
aufgespeichert;
er verströmt sie
und wir,
wir können es fast nicht fassen.

Der Herbst

Sollte ich nicht loben
die Zeit der Früchte,
die Zeit des Genusses?
Einsammeln macht aber auch
merkwürdige Mühe.
In die Scheune gebracht
muss alles werden
zur rechten Zeit.
Und dort muss es bleiben,
damit in kärgerer Zeit
die Not nicht wächst
statt der Saat.
Und der erste Frost:
kündigt er nicht schon an,
dass es heißt,
es ist nicht mehr genug,
um davon zu leben?

Aphorismus 12/16

„Völkisch“ ist der klassische Begriff für die Vorliebe fürs Provinzielle im schlechtesten Sinn: Nichts anderes will ich gelten lassen, als was ich kenne und liebe, weil ich’s nicht anders kenne.

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