Der amerikanische Traum:
Er kann sehr variationsreich sein:
Vom banalen Wunschtraum bis hin zum Alptraum.
*ein Achtundzwanziger
Lyrisches von Helmut Maier
Der amerikanische Traum:
Er kann sehr variationsreich sein:
Vom banalen Wunschtraum bis hin zum Alptraum.
*ein Achtundzwanziger
Die Sorge um die Welt ist für mich heute um einiges schwerer geworden. Was da in Amerika geschehen ist, ist so unbegreiflich, dass es mich beinahe umwirft. Wenn das zum Beispiel einen noch leichtfertigeren Umgang mit Atomwaffen bedeuten sollte, ist das Schlimmste nicht mehr ausschließbar. Man möchte eine höhere Macht anrufen können, die das verhindert. Amerika hat gewählt, meiner Ansicht nach total falsch. Wir können’s nicht ändern.
„Noch ist dein Tee angenehm heiß.
Jetzt wäre Zeit ihn zu trinken!“
Der Tee am Morgen ist schon ein Ritual.
Die sanfte Sichel des Mondes,
jetzt in der Zeit nach der des Schwarzmonds:
Muntern Aufbruch verlangt sie ins Verweg’ne.
Noch sind nicht alle gefallen:
die schönen, gelben Gingkoblätter.
Ich pflücke mir eines vom Ewigkeitsbaum.
*ein Achtundzwanziger
Heute Nacht begegneten sich
die irdische und die Anders-Welt:
eng umschlungen, versunken: Liebesleute.
*ein Achtundzwanziger
Die Xenophoben und vergleichbare Individuen sind Menschen, die meinen, es komme auf ihren Willen an. Das ist aber ein Wille, der sich kein bisschen um Menschenrechte schert. Also darf sich ein Staat, der sich an jenen unveräußerlichen Menschenrechten orientiert, nicht nach ihrem Willen richten, auch wenn jene in der Mehrheit sein sollten Allerdings darf er auch nicht eine Politik machen, die sich selber nur am Willen der Mächtigen orientiert.
Preis der im Herbst Geborenen:
Mit der Farbenvielfalt dieser Zeit
korrespondiert die Vielfalt ihres Lebens.
*ein Achtundzwanziger
Herbst und Winter.
Reife, Tod und ew’ger Kreis.
Voller Geheimnis.
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