Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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April*

Tropfen an den Fensterscheiben.
Schwarze Wolkenhaufen am Himmel.
Seltsam nach einem Sonnentag wie gestern.
.
*ein Achtundzwanziger

Automatisiertes Verfahren

Von jeher haben die Herrschenden
eifrig versucht durch Aufputschen
der Untertanen zu erreichen,
dass sie die Schuld am Töten von Gerechten
und am blutigen, menschenverachtenden Krieg
mit den Beherrschten teilen konnten.

Heutzutage haben demokratisch Regierende
dieses Verfahren automatisiert und
institutionalisiert.

Ein Leuchten

Was leuchtet selbst in trübster Zeit?
Orplid ist es. Es trägt die Hoffnung.
Es ist kein Traum. Es steht für ew’ge Wunder.
.
*ein Achtundzwanziger

Erste Frühlingssonne*

Frühlingssonne! Wenn auch nur kurz!
Ein gar überirdisches Wunder!
Aber steht sie nicht für irdische Wunder?
.
*ein Achtundzwanziger

Als Komplementärgedicht hat Edith Hornauer folgenden Achtundzwanziger beigesteuert:

Frühlingssonne, wie neu gebor´n,
ist bereit, schon alles zu geben.
Ihre Strahlen wärmen uns Herz und Seele.

Einen weiteren wunderschönen Begleit-Dreizeiler hat Isabella beigesteuert:

Licht kehrt zu uns zurück
Leben und Freude, Hoffen und Träume
füllen die kalten staubigen Winterräume

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