Umgepflügte Ackerfläche,
so weit das Auge reicht ”“ im Nebel.
Noch ist der Sonnentag nicht angekommen.
.
*ein Achtundzwanziger
Seite 60 von 301
Auf Facebook habe ich an einer Diskussion über die Rechtschreibdidaktik teilgenommen. Dort wurde die Methode des Fibel-Unterrichts mit dem Kennenlernen des Lesens und der schriftlichen Ausdrucksmöglichkeit Wort für Wort befürwortet. Ich hielt dem u.a. Folgendes entgegen:
Das Schreiben nach Gehör im frühen Unterricht setzt unglaubliche Energien frei. Die Kinder müssen nicht warten, bis sie endlich a l l e Regeln kennen, um e i g e n e Texte schreiben zu können. Dass das Erlernen von Regeln bis nach der Grundschule warten soll, erschließt sich mir nicht. Ich halte es für sehr wichtig, dass Kinder die Polarität von Freiheit (die ihnen durch das Schreiben nach Gehör bietet) und das Eingebundensein in Regeln (die sie natürlich auch lernen müssen) möglichst ohne zu große Konflikte erleben, akzeptieren und schätzen können. Das macht sie statt zu Untertanen zu mündigen Mitmenschen. Und das sollte heutzutage Ziel der Pädagogik sein, nicht dass Kinder möglichst angepasst sind.
Wie wunderbar,
wie berührend,
vielfach Ess-ling-(g)en,
Ess-ling-(g)en,
Ess-ling-(g)en
gesungen zu hören
voller Inbrunst
in den Gesängen
der afrikanischen Trommelgruppe
bei der Demonstration
auf dem Esslinger Hafenmarkt
für die Seenotbrücke
im Mittelmeer
und das Recht auf Leben
der Geflüchteten und
der um ihr Leben Kämpfenden –
gegen die Heimattümmelei
des Heimatministers
und seiner Nachäffer
und seiner Vorbilder
in den alten, menschenverachtenden
Garden der Volksverderber!
Ess-ling-(g)en.
Ess-ling-(g)en.
Ess-ling-(g)en.
Ess-ling-(g)en.
Ess-ling-(g)en.
Ess-ling-(g)en ”¦
Der Sinn des Lebens scheint mir darin zu bestehen am Leben und Überleben der Menschheit teilzunehmen
Das ist eine Erinnerung wert: „Im Jahr 2010 besuchte Leonard Cohen Stuttgart ”¦ schockiert von der massiven Polizeigewalt des 30.09.2010 richtete er an die Stuttgarter*innen am 01.10.2010 in der Schleyerhalle sogar eine solidarische Bortschaft und ein Lied „It´s an honour to be gathered here with you in times when the whole has plunged in darkness and chaos. I stood on the street in solidarity when your trees were cut down! So ring the bells, that still can ring forget your perfect offering there is a crack in everything that´s how the light gets in”¦““
Siehe https://schaeferweltweit.de/tag/baumpaten-schlossgarten/
Hier kann der Liedtext mitgelesen werden:
Himmelblauer Herbst.
Wanderung am See nach Berg.
Oskar Grafs gedacht.
.
S’gab in seinem Geburtshaus
ein Schweinsschäuferl zu speisen.
Wohl mehr Einfühlungsvermögen in Wörter
als eins in Menschen um mich herum
ist mir vergönnt, wie ich glaube.
.
*ein reziproker Achtundzwanziger
Ein Blauhimmelmeer
mit Wolkeninselgewirr.
Ruhe vor dem Sturm.
In Stuttgart gleiche Temperaturen
wie in St. Peter- Ording
oder in Chemnitz.
Nicht aber
die gleiche gesellschaftliche
Hitze.
Überhebliche Demokratiefreude
am einen Ort
ängstliche Demokratiefreunde
am andern.
Und Alltag im dritten.
Demonstriert wird
gegen das Abgehängtsein
wie gegen Rassismus,
genährt durch Überforderung
und schreiende Angst.
Ängste vor der Zukunft,
gerechtfertigt oder auch nicht,
bringen Ängste hervor
um Identität
als Demokraten
oder heimatlos gewordene
Verlierer.
Verloren ist leider
bei vielen
die Zuversicht,
dass sich wirklich
was ändern lässt.
Ohne Mottenfängern
auf den Leim zu gehen.