Der junge Mann mit dem Bärtchen,
der jemand auf dem Handy anrief,
lächelte plötzlich, als der Partner dran war.
*ein Achtundzwanziger
Lyrisches von Helmut Maier
Der junge Mann mit dem Bärtchen,
der jemand auf dem Handy anrief,
lächelte plötzlich, als der Partner dran war.
*ein Achtundzwanziger
Das kleine Kind mit dem Krägchen,
dem kleinen braunen aus Pelzersatz,
es schaut lächelnd zum Bus hoch, der vorbeifährt.
*ein Achtundzwanziger
Der blaue Himmel mit weißgrauen Wölkchen
über Petra in Jordanien
könnte auch über Aichwald stehn.
*ein reziproker Achtundzwanziger
Ach, klasse:
Ich habe wieder den völlig klaren Durchblick:
Beide Augen sind nach dem grauen Star
jetzt operiert:
Ich kann wieder wie vor 20 Jahren
alles vollkommen deutlich sehen!
Die zweite Augenklappe
ist heute Morgen
auch entfernt worden.
Jetzt müsste ich alles klar sehen,
wären da nicht letzte Zweifel
durchaus angebracht.
Na ja, jedenfalls ”¦
Ohne Brille komme ich gut zurecht.
In die Ferne und in die Nähe,
falls etwas nicht gar zu klein geschrieben ist.
Für den Computer reicht’s.
Sie strahlen mich an:
Alle die Sonnenblumen;
vorüberfliegend!
Gepflanzt für das Fest war’n sie;
jetzt fürs Sonnenblumenöl!
Preisend mit viel schönen Reden,
schilt der Dichter Kerner damals gern
jenes Fürsten Mitbewerber, einst in Worms
im Kaisersaal war’s, des Grafen Eberhard,
der Vorbild war für Karl, der dies bestellte.
*ein Janka
Das Netz, gespannt übern Himmel.
Unsre Seufzer steigen auf zu dir.
Dort wollen wir die Dinge ruhen lassen.
*ein Achtundzwanziger
Arshak Makinchyan demonstriert,
Seit dem fünfzehnten März alleine
im Sokolniki-Park weitab von Moskau.
Fridays for Future unterstützt er.
Nach dem Gesetz alleine tut er´s.
*ein Janka
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