Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Bauhausgedanken

Wüssten wir, was wahr ist,
wir wüssten zu leben,
betteten uns in
Wohnzimmer der Erinnerungen,
versteckten das Runde
unserer Träume
in Quader von
fensterflächenverhangenen
Meisterhäusern.

Aber Ornamente,
mit denen wir das
unerlebte Leben genießen
könnten,
würden uns fehlen.

Und Wahrheiten,
denen wir trauten,
so einfach wie Quader
sind sie ja doch nicht.

Und Organisches
wächst aus den Funktionen,
wie der Zweck die Form
wohl gebiert,
wenn sie nicht selber
sich dennoch entwickelt
aus ihrem sinnvollen Samen,
ganz zweckfrei.

Und wir träumen und sind.

Konfession

Ich lebe lieber in der Angst

als in der Sorge,

weil ich mir dann

vom Schicksal etwas borge:

Weil ich ja da

nicht die Verantwortung empfinde

und mich im Treibenlassen

wiederfinde.

Das ist bequemer allemal,

ist´s leider manchmal auch ´ne Qual.

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