Aufkochen lassen.
Doppelpunkt.
Doppelpunkt.
Doppelpunkt, Doppelpunkt:
Höhepunkt.
Seite 281 von 306
Konk Leon.
Au bout du monde.
Finis terrae.
Am Ende der Welt.
Finistere.
Bretonischer Hermelin
an der Einfahrt
zum Campinplatz.
Möwengezeter
am alten Hafen.
Felsen und Heide.
Hinaus in die Weite
mit den Fischerbooten?
Erst gelandet sind sie.
Das Gefühl des Verlorenseins,
es verliert sich.
Fische werden zerlegt.
Nicht nur die Möwen
freuen sich auf ein Mahl.
In der Spelunke
der Freibeuter
gibt es Galettes
mit Äpfeln
aus Avalon.
Zwischen den Sandsteinfelsen
An der Pointe du Grouin
Sandiger Streifen.
Da funkelt es aus zwei Augen.
Den Schatz hebe ich auf:
Grau ist das Steinchen.
1. Wirklich watt Wanderung
Am Mont Saint Michel?
Wattwanderung!
2. Wo Pilger immer
Nasse Füße kriegen:
Prozession übers Watt
Zum Mont Saint Michel!




Die Sphären
der Quadratur begreifen.
Die vier Weltecken
als die Vielfalt des Lebens sehen.
In die Sphären eingebettet,
aber begriffen
mit den vorsichtigen
Fingerspitzen.
Die sorgfältigen
Diebsfinger
als Hinweis
auf nötige Sorgfalt achten,
lachen
über die verschwundenen
zwei Flaschen Wein,
das alte Brot,
den eben erst gekauften
französischen Käse,
sogar den inzwischen fehlenden Vorrat
an Margarine noch
im kleinen Wohnmobil.
Keine Medizin fehlte,
keine Ausrüstungsgegenstände
für die Reise,
nicht der Kraftfahrzeugschein,
den sie offen liegen ließen,
nichts von Bedeutung,
keine von den Kleinigkeiten;
den vielen Notwendigkeiten.
Im Wald von Fontainebleau,
wo wir die Ritzungen
nicht fanden
aus der Anfangszeit
begrifflichen Denkens,
die Marie König einst deutete
in den Kulthöhlen
der Ile de France:
die Sphärenkugeln
und windrosendurchkreuzten
Schalen,
die heiligen,
Himmel und Erde
je eigen bedeutend,
die Gitter,
die allumfassenden,
detailliert diese Welt
betrachtenden
und ihre Ordnung.
Keine Vulva,
kein Pfeil,
die Sterben und
wiedergeborenes Leben
in der Vereinigung
der Drei und der Vier,
von Zeit und Raum
uns versprechen
schon seit mehr
als zwanzig tausend Jahren.
Einen Tag erleben,
in dem so viel
Platz hat,
ja, hatte.
In Gittern gerastert
Die Erkenntnis der Welt.
Eckpunkte gezählt
Und die Diagonalen
Gezogen:
Quintessenzen
Destilliert.
Aus vier mach neun.
Doch zwischen den Potenzen
Tanzen unbegriffen
Die Mysterien noch.
Nur im Taumel spüren
Lassen sie sich.
Mei Frau
Hot sich earan Kopf
Net Z”˜rechtg´setzt
Em Uffschdelldach
Vom VW-Bus
(wia´n´i g´moint hau).
Se hot an beim Nuffschdeiga
Nau richdig nog´noddelt,
sait se.
Der Mont Saint Michel.
Umschleiert.
Ganz in der Ferne.
So weit entfernt
Von dem Sandstrand,
Wo die jungen Liebenden sich kosen,
Wie Cotentin.
Näher ist mir der Menhir,
Neun Meter hoch,
Wenn auch
Entrückt meinem Blick,
Aber gegenwärtig
Dem Traum
Eines vernünftigen Morgen.
Kriegerischer Mordlust entgegen
Vom Himmel gefallen,
Die massakrierenden
Streitenden
Zu trennen.
Grau ist nicht
eine Farbe.
Das Grau der Wolken,
deren Himmelsfeuer
sich dem Grau
der bretonischen Hausdächer
angeglichen hat.
Das schwarze Grau
der Hügel und Bäume,
sobald die Sonne
versunken ist
in den Wellen.
Das dunkelblaue Grau
des Himmels
im Osten.
Das hellblaue Grau
der zurückweichenden Fluten,
von innerem Licht illuminiert.
Der rosige Grauton
des Schlicks,
der rötliche Grauglanz
des Sandes.
Vielfältig ist es,
das Grau,
abgestuft die Farbtöne
des Graus.
Grau ist ein Strauß
vieler Farben.
Friedlich versammelt.
Und kein Grausen.

Die erste Hibiskusblüte dieses Jahres
in unserem Garten,
ein Zeichen des Sommers,
ich konnt´s kaum erwarten.
Bald sind von Blüten
die Sträucher bedeckt,
jetzt noch ist die erste
zwischen Blättern versteckt.
Mit dieser im Folgenden genauer zu sehenden Hibiskusblüte verabschiede ich mich für ein paar Wochen vom Bloggen und mache Pause.
