Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Äquinoktium – gefälligere Version

Zwischen den Fingern
den getrockneten
Lavendel zerrieben.
Einsaugend den Duft
den Sommer zurückgeholt
noch einmal habe ich mir. Dann
verabschiede ich ihn
getroster. Wiederholung ist
möglich, tröstend auch nach
diesem Tag, an dem die Länge
des Tags und der Nacht
einmal sich gleichen noch
vor dem Winter. Wiederholung
auch dieses Rituals seiner
Vorahnung im Sonnenschein
dieses Tages ist – weiß ich nun –
möglich und nimmt
ihm endlich die unerbittliche
Härte in meinem Wissen.

Friedensdemonstration

Heute ist die bundesweite Friedensdemonstration in Berlin und Stuttgart gegen den Krieg in Afghanistan.
In Stuttgart sammelt sich der Demonstrationszug  in der Lautenschlagerstraße gegenüber dem Hauptbahnhof um 12 Uhr.

Mein Slogan dazu:

Lizensierung des Opiumanbaus in Afghanistan statt Krieg gegen die afghanischen Bauern. 

Äquinoktium

Zwischen den Fingern
Den getrockneten
Lavendel zerrieben
Einsaugend den Duft
Den Sommer zurückgeholt
Noch einmal habe ich mir dann
Verabschiede ich ihn
Getroster Wiederholung ist
Möglich tröstend auch nach
Diesem Tag an dem die Länge
Des Tags und der Nacht
Einmal sich gleichen noch
Vor dem Winter Wiederholung
Auch dieses Rituals seiner
Vorahnung im Sonnenschein
Dieses Tages ist weiß ich nun
Möglich und nimmt
Ihm endlich die unerbittliche
Härte in meinem Wissen

Die Vermessung der Welt – die Auflösung

Die Halbsphäre Erde:
Vier Himmelsrichtungen festgelegt.
Von drei sichtbaren Phasen
des Mondes belegt,
zur Ergänzung der Sphäre
der Himmel dann werde.

Die Drei als weibliches Dreieck,
als Gitter die Vier
– mit vier Ecken bedacht,
deren Verbindungen (die Diagonalen)
im Schnitt die Quintessenz uns gebracht.

In Raum und in Zeit sehen wir
für unser Denken den Weg,
das Universum zu fassen,
uns darauf zu verlassen.

Stille

Wie die Stille
zwischen den Worten
perlt in unser Leben!
Es ist der Wille,
ist an allen Orten,
der die Freude uns will geben.

Kommentargedicht, angeregt durch “Perlen der Stille” auf Ahora.

Aphorismus 22/08

Freude und Verantwortung dürfen sich nicht ausschließen, sonst kann man nichts mehr verantwortlich tun.

Kommentar zu einem Gedankensplitter von Petros

Paul Spinger hat in seinem Kommentar meinen Aphorismus erweitert und geradezu eine neue Maxime der Hoffnung auf ein sittliches Leben im eigenen Interesse daraus gemacht, eine, wie ich finde, regelrechte Offenbarung:

„Freude und Verantwortung können sich nicht ausschließen, da die Freude ja sonst keine echte mehr ist.“

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