wind war der bote,
der uns goldblätter brachte
und silbertränen
Artisanne hat mich schon wieder überrascht – mit einer (wenn das möglich wäre) noch schöneren Perle.
Lyrisches von Helmut Maier
wind war der bote,
der uns goldblätter brachte
und silbertränen
Artisanne hat mich schon wieder überrascht – mit einer (wenn das möglich wäre) noch schöneren Perle.
Mit Meeresgrün
gewaschenes Himmelsblau.
Zerflossene Funkenspuren
rändern die Wolken,
buchen-silbergrau,
mit Goldstaub
aus dem Sonnenglutapfel.
Die Rokoko-Rundungen
der Solitude umspielt
die göttliche
Erfüllungs-Szenerie
einer Sommertags-Ahnung.
Diese Nacht,
was wird sie wenden?
Artisanne hat zu diesem Gedicht eine wunderschöne Perle gemacht.
Wir dürfen den Wandel erleben. Wenn der Wandel endet, endet auch das Leben.
(Kommentar zu Sabine Fenners „Nahende Jahreszeit“)
Den Stein entdecken,
seine Linien finden
und Formen.
Den Stein im Loch des Steins
umdrehen,
machen das Loch.
Die eignen Formen
den Höhlenfelsenformen
schenken
und die Farben.
Den Stein benützen
und den Stein sich
zum Gebrauch verformen.
Sich mit dem Stein
umgeben.
Und klare Formen lieben
und eine klare Welt
sich schaffen.
Das Werden und Vergehen
im Stein bewahren.
Sich anvertrauen
diesen Steinen,
die aus der Mutter Erde
kommen.
Und mit den Steinen
eine Welt erschaffen
der Ordnung,
die sich wandelt,
und diesen Wechsel
in die Bahnen bannen
von Stein um Stein,
von Steinen über Steinen,
vom kolossalen Bau
steinerner Bahnen,
die noch die Nachwelt
kennt.
Die Steine finden,
die eine Vorwelt stellte.
Aus ihnen seine
Zauberriten schöpfen.
Sie sich zu eigen machen
und als Tempel achten.
Und Worte ihnen schenken,
die sich ganz verbinden
mit den Steinen.
Menhire sie benennen
und Dolmen
und so der Nachwelt
sie verknüpfen mit
dem eignen Erbe
aus Asien.
Die Steine dann
entdecken
und die Wörter,
die überlebten,
Welterbe sie dann nennen
und mit dem Ach
des eitlen Sehens
verbinden
oder als Wurzel
unseres Seins
doch gelten lassen,
auch wenn wir sie
erkennen
nicht.
Petros ist wieder online!
Glimmersterne im weißen Sand.
Nicht bei Nacht
leuchten sie.
Sie strahlen am Tag.
Ich finde sie wieder
am Hals des Zyklopen;
von zerbrochenen Spiegeln
bedeckt
sein ganzes Gesicht.
Du erscheinst
auf der steinigen Leinwand
der Felsenträger.
In fließenden Linien,
ineinanderfließenden
Mustern. Ornamental
wirken
deine Erscheinungsformen
dem Unkundigen.
Du aber wirklich
einflussreich wirkende
Göttin,
Gavrinis ist Dein Server,
dem es gelungen ist,
deine Daten zu bewahren
über so viele
Jahrtausende.
Öffne die Augen,
dass sie nicht Schönheit
nur sehen,
die blendende,
auch wenn wir
vor ihr schon allein
niedersinken wollen
in Entzücken.
Die Frage bleibt:
Wohin sollen wir gehen?
Aufkochen lassen.
Doppelpunkt.
Doppelpunkt.
Doppelpunkt, Doppelpunkt:
Höhepunkt.
Konk Leon.
Au bout du monde.
Finis terrae.
Am Ende der Welt.
Finistere.
Bretonischer Hermelin
an der Einfahrt
zum Campinplatz.
Möwengezeter
am alten Hafen.
Felsen und Heide.
Hinaus in die Weite
mit den Fischerbooten?
Erst gelandet sind sie.
Das Gefühl des Verlorenseins,
es verliert sich.
Fische werden zerlegt.
Nicht nur die Möwen
freuen sich auf ein Mahl.
In der Spelunke
der Freibeuter
gibt es Galettes
mit Äpfeln
aus Avalon.
Zwischen den Sandsteinfelsen
An der Pointe du Grouin
Sandiger Streifen.
Da funkelt es aus zwei Augen.
Den Schatz hebe ich auf:
Grau ist das Steinchen.
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