Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Verhältnismäßigkeit

Um eine Ausstiegsstrategie
Bemüht sich Pofalla
Aus einer möglichen Verstaatlichung
Der bankrotten Bank

Tag und Nacht
Schon im Voraus.

Dächte er doch
Über eine Ausstiegsstrategie
Aus dem Afghanistandebakel
Genauso dringend nach.

Blogpause bis zum Ende der Mitzeichnungsfrist der Petition

Noch kurze Zeit bis 17. Februar 2009: Möglichkeit die Petition für ein bedingungsloses Grundeinkommen mit zu unterzeichnen:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3bsa=details%3bpetition=1422


Es werden minütlich mehr MitzeichnerInnen!

Stand am 16.2. um 11.15:

41 102 MitzeichnerInnen (50 000 sind nötig, um eine mündliche Anhörung zu gewährleisten!)

Um 16.25: 43 108 MitzeichnerInnen

Um 17.45: 43 736 MitzeichnerInnen

Um 18.55:  44 271 MitzeichnerInnen

Um 20.30: 45 006 MitzeichnerInnen

Um 21.40: 45 568 MitzeichnerInnen

Um 23.10: 46 285 MitzeichnerInnen

Stand am 17.2.09

um 09.30: 48 197 MitzeichnerInnen

um 22.00: 51 887 MitzeichnerInnen     –      Ein riesengroßer Erfolg!

Hoffen wir, dass das die richtigen Folgen zeitigt.

Eiszauber

Mein Blick heftet sich
auf das Schwirren
der Sonnenlichtspuren.
Sie bringen die Textur
der Eiszapfen zum Leuchten.
In verschiedener Länge
hängen sie festlich
in einer Reihe.
Schnell schließe ich
meine Augen,
drehe den Kopf zur Seite:
Nun verliere ich nichts mehr
von ihrem Glanz
in meinem Erinnern.

Befreiung

(Noch einmal Plädoyer hierfür:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3bsa=details%3bpetition=1422)

>
Befreite Arbeit, ohne Angst,
so dass du nach dem Höchsten langst,
was dir in Menschenwürde winkt:
ein Tun voll Freude dir gelingt.

Ein Tun, das alle Kräfte weckt,
das dir und allen nützen kann,
das niemand fordert, in dem steckt,
was ohne Gier uns fördert, Frau und Mann.

Ein Tun, das ein Stück Paradies
dir schenken kann, egal auch wie´s
manch andrer sieht, profitbedacht;
du hast in Freiheit es gemacht.

Dies zu erreichen sei uns Lohn,
dass alle Menschen ohne Fron
mit Sicherung durchs Grundeinkommen
die Anteilnahme sich genommen.

Glückwunsch

Wenn du einen Weg vor dir hast,
festen Schritt;
wenn du erschöpft bist,
die schöpferische Pause;
wenn du Schutz suchst,
das Schlupfloch der engen Pforte und
die runden Räume der Geborgenheit;
wenn dir’s zu eng wird,
die Weite des Feldes;
wenn dir der Überblick fehlt,
die Bergspitze und die klare Sicht;
wenn dir der Trubel zu groß wird,
ein paar Stunden alleine für dich;
wenn du dich einsam fühlst,
Menschen, die dich beglücken.

Das wünsche ich dir.

Petition „Bedingungsloses Grundeinkommen“

Bis 17. Februar dieses Jahres kann man online noch eine Petition an den Bundestag zum bedingungslosen Grundeinkommen unterzeichnen:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3bsa=details%3bpetition=1422

Man muss aber eventuell Geduld haben, bis man durchkommt, und sich dann (wenn man nicht schon von früheren Petitionen her registriert ist und einen Benutzernamen und ein Passwort hat) registrieren und dann einloggen, bevor man die Petition mitunterzeichnen kann.

Altehrwürdiges

Das alte Pfarrhaus
aus Rittergutszeiten,
stattlicher Bau mit Walmdach,
inmitten eines ausladenden Gartens:
ehrwürdige Bäume haben was Sehnsuchtsvolles;
Licht erhält es von oben her,
sich verfangend in den renovierten Fenstern:
Erleuchtungsblitze:
reflektierte Sonnengeschosse.
Kaum ist ein Wolkenband
vor die Sonne geschoben,
schwindet das Leuchten.
Stumpfen Glanz nur noch
verstrahlen die Ziegel,
befeuchtet von den ersten Tropfen
des Sturmtiefs.

Rätselhaft

Sehnsucht nach Unbekanntem
kann es doch eigentlich
nicht geben.
Wonach
sollte
man
sich
da(nn)
sehnen?
Aber nach
Vergangenem
kann man sich doch
auch nicht mehr sehnen.
Es kommt doch nicht wieder.
Aber nur Vergangenes ist uns wirklich

bekannt.

Nachtrag: Angeregt zu diesem Texträtsel (lösbar oder nicht) wurde ich durch meinen Kommentar zu den Randnotizen #16 von Petros.

Paul Spinger hat ein wunderschönes Kommentargedicht beigesteuert:

Unbestimmte Sehnsucht

Da ist etwas ”“ ich sehne mich,
Und weiß doch nicht wonach,
Und keine Antwort findet sich,
Als läg´ die Seele brach.

Weiß nicht genau, was ich grad will, –
Das unbestimmte Sehnen!
Die Seele schweigt und bleibt ganz still,
Das Herz will nichts erwähnen.

Ich fühle mich bei mir daheim,
Doch nicht so ganz zu Hause.
(Jetzt wird es schwierig mit dem Reim;
Es reimt sich nur noch Sause.)

Tschechisch-Unterricht auf dem Maier-Lyrik-Blog ;-) -Teil 5

Wer was zu sagen hat

Wer sind die Stummen?
Und wer die des Wortes Mächtigen?
Barbaren waren der Sprache
der Griechen nicht mächtig.
Wer nicht deutsch spricht
in Deutschland
(außer den Sorben ”“ und Dänen
– natürlich),
hat sich vom Migrationshintergrund
noch nicht gelöst und hat
nichts zu sagen.

Wie stellt sich das dar
im ”šslovnik”˜,
dem tschechischen Wörterbuch?

Der Slowake (tschechisch ”šSlovak”˜)
wie der Slowene (tschechisch ,Slovinec”˜)
und wie der Slawe (tschechisch ”šSlovan”˜)
ganz allgemein (also auch der Tscheche,
wie auch der Sorbe)
sind des ”šslovo”˜ ja mächtig,
des Wortes,
nicht aber, der stumm ist
(tschechisch ”šnemy”˜),
also der ”šNemec”˜,
der Deutsche.

Und der glaubt,
zum Volk der Dichter und Denker
zu gehören.

Die angeführten tschechischen Wörter sind mit den richtigen Akzenten hier aufgeführt.

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