In Afghanistan ist kein Krieg,
jedenfalls keiner der Deutschen.
Die Bundesregierung handelt so,
wofür sie gerne eine Mehrheit
in der Bevölkerung hätte.
Die Kanzlerin wird von den Deutschen geliebt,
die ihre Haltung im Afghanistankrieg
nicht, nein überhaupt nicht für gut halten.
AWAKS ist ja kein Schimpfwort.
Fähigkeit zur Bodenaufklärung
und Feuerleitfähigkeit für Luft-Boden-Einsätze
sei nicht vorhanden.
Gut, dass man damit die deutschen Soldaten
so schützen kann.
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Sommer im Land.
Das Meer liegt da,
bewegt sich nicht
mit allen seinen Wellen.
Es liegt ein Glanz von Ewigkeit
in wogenden Gefilden,
wenn Schmerz nur Schmerz
und Freude nur vollkommen.
Der Schneeball blüht
und Wolken gehn
und kommen wieder
und Bläue bleibt am Himmel
meiner Seele
und grün schmilzt Gold
aus den Platanenästen
und es gerinnt
endlich
zu purem Glück.
Ein krächzend Singen
wünsch ich mir.
Es zeige mir
den Sinn des Sehens,
wenn ich denn gar zu kindisch bin.
Die Trauer,
sei´s um mich,
sei es um Freunde,
wird helfen mir,
zur Klarheit der Vernunft
zu kommen
wieder.
Sturzbäche aus oberen Sphären,
irdisch geworden in ihrer Macht,
den Schanzensprung üben sie
über die Solarpaneelen auf dem Dach
hinab in Wasserwänden vor dem Fenster
auf den Balkon,
der nicht bereit ist
sie zu empfangen,
überlaufend vor der Fülle
des Unerwarteten,
es laufen, toben, springen lassend
hinab ins frisch angelegte
Rosenbeet.
Dort endlich gräbt sich die Flut
in das Trichterloch in der Erde.
Wie gut, dass ich die Miniaturbahn
in meinem Traum
nur bis zum Kopfbahnhof
an der Fensterfront innen
mit der Wasserwand außen
laufen ließ
und der Versuchung eines Aichwald 21
widerstand, sie durch einen Tunnel
hinauszuleiten in die Ferne.
Wie wäre ich da erst
erschrocken
beim aufgeschreckten Erwachen,
in das mich die tosende Flut
gestürzt hat: ein Schrecken,
dass die Wasser eindrängen
ins Alltägliche
und es verginge.
Wenn Krieg eine staatliche Aufgabe ist,
dann hat der Pazifismus
gefälligst
Privatsache zu sein.
„Nun aufwärts froh den Blick gewandt
und vorwärts fest den Schritt!“
Vom Aufwärts war ich mal gebannt,
doch komm ich nicht mehr mit,
solang´s da zu ”˜nem HErren geht,
der unser Leben lenkt
und dabei nicht mal daran denkt,
wie´s um mein Wollen steht.
Und „vorwärts“ ging´s dann immer noch,
„Vorwärts und nicht vergessen
die Solidarität“ ”“ fragt bloß sich heut: mit wem?
Bloß einfach „vorwärts“ ist ja so bequem.
Bloß vorwärts neoliberal?
Ach liebe Zeit, das wär fatal.
Wenn links und rechts sich küssen,
dann müssen, müssen, müssen
ganz vorsichtig wir alle sein.
Sonst stehn wir irgendwann allein.
1. Münte hielt eine gute Rede, in der er Brandt zitierte, dass dem neben dem Frieden Freiheit das Wichtigste war.
2. Hier mehr zum Programm des Forums der Historischen Kommission der SPD (bei der ich im Plenum saß)
3. Hier ein Link zu Markus Meckels Sicht der Dinge (auf seiner Website). Er war auch auf dem Podium.
4. Zur Ergänzung ein Vorwärts-Bericht, der allerdings die beiden Foren praktisch außer Acht lässt.
Fromm ansagen
den Sommeranfang.
Demütig werden
angesichts der Kürze
der Nacht,
des Jahres,
des Lebens,
des Seienden,
des Genusses, selbst
mit allen Sinnen:
des Unendlichen
im Augenblick
des Erlebens.
SOMMERANFANG
FROMM ANSAGEN
Gerundete Räume im Fels.
Zukunft wurde geschürft.
Bewahrung der Ahnen.
Bewährung für Kommendes.
Vertauen auf Bewährtes.
Verwandlung ins Zupackende.
Grün tropft Erinnerung
Aus dem Klingen des Pianissimo.
Wirbel der Klangwellen
Schwingen ums Runde,
Das Beharrliche
Des Eckenvermeidens.
Und Vertrauen ins Bleiben
Erweckt die Stimmen
Der Weisung.