Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Glaubwürdigkeit

Kein Öko-Strom im Kanzleramt.
Was tut die Merkel, ach verdammt,
nun wirklich für den Klimaschutz?
Was sind da alle Sprüche nutz?

Die taz titelt am 12./13. September auf Seite 22: „Die Klima-Ignorantin aus dem Kanzleramt“.
Siehe auch hier.

Essenz des Handels

Eines hat was.
Das hat was.
Es hat was Eignes.
Es lohnt die Fracht.
Gib acht!
Ballast so viel,
wie es braucht.
Es kommt an,
solange alles
im Gleichgewicht ruht.
Dann kommt´s voran.
Dann kommt es an.
Eines hat´s dann.
Es ist sein Eignes.
Handel
und keine Händel.
Frachtgut,
ein Gut,
das was hat.

Und aus lauter Haben
wird Sein.

Aphorismus 13/09

Wenn eines Ballast abwerfen will, sollte es sich vorher fragen, ob es ihn nicht doch noch zur Sicherung des Gleichgewichts braucht.

(Zur Erklärung siehe Wikipedia: „Als Ballast wird in der Seefahrt eine schwere, aber so gut wie wertlose Ladung bezeichnet, die zur Stabilität des Schiffes beitragen soll, wenn das eigentliche Frachtgut zu leicht ist“: https://de.wikipedia.org/wiki/Ballast )

… angeregt durch das Gedicht ‚Loslassen …‘ von Curt (manacur)

ZFD – eine unbekannte Abkürzung?

Die taz („die tageszeitung“) macht heute die Titelseite auf mit folgender Überschrift:

„So kann Frieden klappen“.

Im Untertitel sagt sie: „Deutschland entdeckt die friedensorientierte Außenpolitik neu: Ziviler Friedensdienst feiert Jubiläum. Ministerin Wieczorek-Zeul: ‚Die kostengünstigste Sicherheitspolitik‘ “

Dominic Johnson kommentiert (ebenfalls auf Seite 1), dass der Zivile Friedensdienst seine Arbeit eigentlich im November 1999 aufgenommen habe, womit der 10. Jahrestag unpraktischerweise auf den Totensonntag fallen würde. Außerdem sei gut möglich, dass bis dahin eine neue Bundesregierung amtiere, welche die Zukunft sinnvoller Ansätze wie des Zivilen Friedensdienstes gefährde. Daher die Vorverlegung. „Aber es ist nicht falsch, mit guter Entwicklungspolitik Wahlkampf zu machen„, fügt er hinzu.

Siehe auch: https://www.taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/gewaltfreiheit-kann-man-lernen/

Remstal-Szenerie

Schon sind die sommergrünen Reben
mit reichem Traubenschmuck behangen.
Oh, welche Süße
versprechen sie für gar nicht ferne Zeiten.

In früheren Weingärten
prangen Birnen.
Der Saft scheint fast
die glatte Haut zu sprengen.
Noch brauchen sie jedoch
genügend Reifung,
die von dem blauen Dach
des Erdenrundes träuft.

Noch weiter unten winden
die Apfelbäume einen Kranz
um diesen Ort,
der von dem Zeugnis Avalons
im Frieden träumt.

Am Waldrand, ach,
wie soll ich´s deuten,
da blühen schon
im traumverlornen Gras
die Herbstzeitlosen,
dankerfüllt für einen
erquickend hier gespendeten
und mir auch wohl willkomm´nen
Schatten.

Glücksklee

Gern geh ich da hin
Vierblättrigen Klee
Find ich da immer früher
War es ein ganzer Acker
Voll verändert die Gene
Verwunschen das Glück
Auch in dem Ackerrandstreifen
Von heute wird nichts andres
Erwartet als Hoffnung aufs Hoffen
Und Bangen lässt leicht sich dort
Liegen lassen im Vorbeigehn

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