Auf tausend Meter
Ansteigende Felswände
Steil aus dem Trollfjord
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Rot, Weiß und Ocker
Die Farben der Gehöfte
Weiß blühender Baum
Verzeiht, wenn ich gerade bei der Bloggerei etwas kurz trete. Ich mache bald schon wieder meine Runde. Heute war ich beschäftigt, während des Aufenthalts der Regio-Radtour Kirchheim-Esslingen-Kirchheim für die Abschaffung aller Atomwaffen (zunächst in Deutschland und auch in der ganzen Welt) und drum herum auf dem Esslinger Rathausplatz weiter an dem Schutzwall gegen die Gefahr eines Atomkrieges mitbauen zu helfen (siehe https://www.aktion-voelkerrecht.de/de/index.htm, wo Ihr auch für Euch ganz persönlich eine kleine Aktionsform findet).
Diese Aktion wird unterstützt von den Mayors for Peace in der Region und unterstützt ihrerseits diese BürgermeisterInnen-Aktion weltweit. So sprach bei der Ankunft der Radfahrer in Esslingen der Stellvertreter des Esslinger Oberbürgermeisters (der Mitglied bei Mayors for Peace ist).
Ihr könnt mithelfen, dass noch mehr Bürgermeisterinnen und Bürgermeister dieser internationalen Organisation beitreten. Denn manche BürgermeisterInnen brauchen einen Schubs, um sich zu bewegen.
Hier: https://www.mayorsforpeace.de/index.php?id=62 könnt Ihr nachschauen, ob Eure Gemeinde dabei schon vertreten ist und durch wen (manchmal ist es bloß der Oberbürgermeister und die beigeordneten Bürgermeister noch nicht!).
Wenn noch Bedarf besteht, könnt Ihr einem Noch-nicht-Mitglied die folgend verlinkte Beitrittserklärung: https://www.mayorsforpeace.de/fileadmin/user_upload/PDF-Dateien/beitrittsformular.pdf unter die Nase halten, damit das bisher Versäumte nachgeholt werden kann.
Hier noch ein paar Informationen zu dem BürgermeisterInnen-Bündnis:
„Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass BürgermeisterInnen für die Sicherheit und das Leben ihrer BürgerInnen verantwortlich sind, versuchen die Mayors for Peace Einfluss auf die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu nehmen und diese zu verhindern. Der weltweite Verband hieß früher „Programm zur Förderung der Solidarität der Städte mit dem Ziel der vollständigen Abschaffung von Atomwaffen (Partnerschafts-Programm der Städte Hiroshima und Nagasaki zur Ächtung aller Atomwaffen in Ost und West)“. Bereits über 100 Städte und Gemeinden in Deutschland sind in den 80er-Jahren Mitglieder geworden. Seit Bürgermeister Akiba den Verband in „Mayors for Peace“ umbenannt und 2003 die Kampagne „2020 Vision“ ins Leben gerufen hat, hat sich diese Zahl verdreifacht.“
Ich habe sie mir für Euch von dieser Seite geholt: https://www.mayorsforpeace.de/index.php?id=67
Viel Glück bei Euren Bemühungen!
Dem Land, wo Alltagsblüten
weit größer sind, weit edler scheinen,
dem Land, dem Wasserströme, Fjorde, Sunde
nicht fehlen an je einer Stelle,
dem Land, wo Kinderwagen
so wichtig sind wie Kraftfahrzeuge,
dem Land, wo ja für Bürgerinnen und für Bürger,
ob Arbeit Bietende oder ob Arbeit Leistende,
die Sozialversicherungsnummer zur Identität gehört,
wo jedes beiträgt nach Vermögen,
dem Land, wo es im größ´ren Teil
nur einen Tag, nur eine Nacht
im Jahre gibt, wo hurtig wird benützt für schnell,
wo ich zum ersten Mal den Gelben Frauenschuh
wild wachsend sah und Knabenkräuter
schon in Mengen, dem Land, wo Trolle
in den Wäldern wohnen und Elfen,
dem Land, wo Felsenritzungen noch künden
von Urzeiten, dem Land, wo doch die Saami
konnten überleben trotz der Bedrängung
durch die neuen Herren, die Wikinger
und ihre Erben, die heut noch herrschen,
dem Land war ich verbunden ein paar Wochen lang,
und ich muss sagen: Es hat mich fasziniert.
Der Sternenhimmel hat mich wieder.
Ich habe wieder Tag und Nacht.
Ich singe neue Sternenlieder.
Die Reise hat mir´s beigebracht:
Nimm nichts so selbstverständlich gar,
wie du es hältst, wie es sein muss.
Es ist bestimmt nicht alles wahr,
was immer war. Das ist kein Stuss.
Aufhören wird nicht Tag und Nacht.
Das glaubte ich. Ich glaubt”˜ es nicht,
dass andres als normal gemacht
sich gar erweist und mich anficht.
Der Sternenhimmel hat mich wieder.
Und prophezeit hat´s mir der Stern;
der sah vom Tagnachthimmel nieder.
Schon jenen einz”˜gen hatt”˜ ich gern.
Hier nun das Dunkel mag ich neu.
Es hegt mich mütterlich im Schoß.
Das ist”˜s, worüber ich mich freu;
der Wechsel macht´s. Was macht der bloß?
Die folgende aufschlussreiche Antwort von Curt provoziert zu haben, erfreut mich ganz besonders:
Augenblick
Wie Augen ständig her und hin
sich unbemerkt bewegen
macht ab und zu ein Wechsel Sinn
bringt uns oft reichen Segen
damit wir nicht erblinden
um uns erneut zu finden.
Der Sternenhimmel hat mich wieder.
Ich bin bereit für neue Lieder.
Was an Erfahrung liegt dahinten,
wird sicher sich auch wiederfinden.
Doch erst mal ist das Ankommen beinahe aufwendiger als das Reisen. Ich melde mich dann wieder, wenn es ausgestanden ist.
Oh Stern, du: Stern!
Dich seh ich nun nach Wochen
doch wieder stehn
am Himmel einer Nacht.
Ich seh dich über
einem Schildpattfelsenhügel
nicht weit entfernt
von einer Morgenröte
schon nachts um drei
nur wen’ge Meter
entfernt von wo ich noch
vor Mitternacht
die letzten Gluten
eines Abendhimmels
im Grau versinken sah.
Oh Stern, du: Stern,
nun seh ich dich
doch endlich wieder.
Dies ist mir nun
ein Zeichen einer
richt’gen Nacht!
Scharen von Schären.
Dunkelheit breitet sich aus.
Schwarz liegen sie da.
Doch die rotgoldnen Schimmer
verschwinden noch lange nicht.
Noi, wirglich net!
Am Sonndag dädat mir doch et
d´Garasch kehra.
Weil nemlich mir
– des kÃ¥sch m´r glauba ”“
gar koi Garasch net hent.
Die weißen Margariten,
ich hab sie nicht geschnitten.
Ich hab sie nicht gepflückt;
sie haben mich beglückt,
wie sie mich stets begleiteten,
so unschuldig geleiteten
die Straßen durch Norwegen
hindurch. S´kam mir gelegen,
dass es mir heimelig genug
hier in der Fremde ward
auf meiner Nordlandfahrt
auch trotz einem Betrug:
Es war nicht Mai wie ihre Zeit zuhause;
im Juli sah ich sie; da bin ich ein Banause:
Mir ist das ganz egal: ich seh sie gern,
egal um welche Zeit sich´s handelt.
Ist man einmal so fern,
man gern in dem Vertrauten wandelt.