Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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WAHRTRÄUME

geradlinig an den Wahrträumen vorbei
in der Traufe begegnend
dem Schlängelnden
beide folgend
der bittren Doktrin
einer anderen Autorität
als der menschlichen
im Gehorsam dem
unmenschlichen Menschlichen
gegenüber
gegen alle Vernunft

Die gemeinen Spatzen

Die Spatzen.
Sie schwatzen.
Wer weiß das nicht?
Missverständnis ist Pflicht:
Sie schimpfen.
Sie zetern.
Sie proleten
und wettern.

Ach, höre doch
ihr Liebeswerben,
ihre Entwürfe
von einem Morgen
mit weniger Sorgen.

Aber wer hört das?

Kommentargedicht zu SyntaxiasIm Garten matscht die Erde

Zwei Kommentargedichte haben mich erfreut:

Hier das von Rosadora

na ich, wer sonst,
ich liebe die spatzen,
die schwatzen
und zetern und werben,
um nicht ins verderben
abzuschwirren

… und hier das von Curt :

gemeine Stadt

Die Futterpflanzen meist vernichtet
Die Dächer alle abgedichtet
Zum Nesterbauen keinen Platz
Der arme Spatz

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