Geheuchelte Geborgenheit
unter dem gewaltigen Walmdach,
wo die Obrigkeit Seelen überwältigt
und sie die ihr Anvertrauten
dem Beharren der Macht opfert.
*ein Janka. Siehe https://www.maierlyrik.de/blog/der-janka/
Lyrisches von Helmut Maier
Geheuchelte Geborgenheit
unter dem gewaltigen Walmdach,
wo die Obrigkeit Seelen überwältigt
und sie die ihr Anvertrauten
dem Beharren der Macht opfert.
*ein Janka. Siehe https://www.maierlyrik.de/blog/der-janka/
Wie weit auch das Auge blicket:
nur Ruinen ringsumher.
Ach, sie wolln, dass ihr euch bücket.
Schultern tragen ach so schwer.
Dem Zwang mussten wir weichen.
Doch mächtig sind die Zeichen
der Zeit.
Ach, dass sie die Bäume fällen,
altehrwürdig in dem Park,
ach, wir werden doch am hellen
Tag noch so voll Hoffnung stark
demonstriern gegen das Unheil,
was auch immer kommen mag.
Haben wir nicht dennoch Anteil
an der Hoffnung neuem Tag?
Dem Zwang mussten wir weichen.
Doch mächtig sind die Zeichen
der Zeit.
Ach, wer kämpft, der kann verlieren,
wer´s nicht tut, der hat ja schon
aufgegeben zu marschieren,
kennt nur noch den Trauerton.
Dem Zwang mussten wir weichen.
Doch mächtig sind die Zeichen
der Zeit.
Nein, es muss doch weiter streiten,
wer nicht ganz verlieren will.
Vorwärts müssen wir doch schreiten,
gegen allen Overkill.
Dem Zwang mussten wir weichen.
Doch mächtig sind die Zeichen
der Zeit.
Das Schneeglöckchenweiß
kennt die Zukunft doch besser
als der Wintersturm.
Erst recht dann der Winterling
mit seinem Gelb der Sonne.
Rings um die Eberhardgruppe
dehnt sich verräterisches Brachland:
Die Herrschenden erzittern vor gar nichts mehr.
*ein 28er

Warum gab es hierzu bisher keine Kommentare: https://www.maierlyrik.de/blog/2012/02/13/die-drohung-mit-der-macht-der-geschichte/?
Ist der Text wirklich so undeutlich, dass er keine Kommentare zulässt?
Oder ist alles so klar, dass nichts zu sagen übrigbleibt?
Das zu erfahren, wäre für mich schon sehr wichtig!


In der lingua franca alles
hinausschreien in die ganze Welt,
holprig und machtlos und unsagbar traurig.
*ein 28er: https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/
In my heart it’s beginning to freeze.
They have begun to cut the trees.
Powerless I am just watching.
Parkschützer widersetzen sich friedlich der sinnlosen Zerstörung
Stuttgart, 15. Februar 2012: An die 2.000 Parkschützer halten sich zur Stunde im Stuttgarter Schlossgarten auf, um gegen die angekündigte, völlig unnötigen Abholzung zu protestieren: Die Bürger beteiligen sich vor Ort im Park, da Bahn und Landesregierung Geißlers Schlichterspruch nun für nichtig erklärt haben und damit selbst dieses Minimum an Bürgerbeteiligung aufgekündigt haben.
Bis zum Eintreffen der Polizei war die Stimmung sehr gut und gelöst. Der massenhafte Aufmarsch der Polizei durch das GWM entspricht jedoch nicht der von Polizeipräsident Züfle im Vorfeld propagierten deeskalierenden Linie. Im Gegenteil: Dieser überfallartige Einmarsch wirkt aggressiv und provozierend. Direkt beim Betreten des Schlossgartens setzte die Polizei grundlos Schlagstöcke ein und schubste Umstehende und sogar Journalisten rücksichtslos zur Seite. Die Räumung der Sitzblockade verläuft nach ersten Informationen ruppig und grob. Entgegen der mit Polizeipräsident Züfle getroffenen Vereinbarung ist das ”šrote Telefon”˜ zur Deeskalation seitens der Polizei nicht erreichbar. Der friedliche Ablauf der Nacht ist allein Verdienst der ruhig und besonnen agierenden Demonstranten.
„Es ist ein Armutszeugnis für diese grün-rote Landesregierung, dass Kretschmann hinter den Kompromiss der Schlichtung zurückgeht“, sagt Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer. „SPD wie Grüne haben sich Bürgerbeteiligung auf die Fahnen geschrieben. Jetzt kündigen sie selbst den Kompromiss der Schlichtung auf, den selbst Mappus und die Bahn akzeptiert hatten. Die Regierung zieht es offenbar vor, tausende Polizisten in die Konfrontation einer Räumung zu schicken, anstatt Vermittlungsvorstöße wie den von Prälat i.R. Klumpp zu nutzen. Diese Räumung des Schlossgartens, zu einem Zeitpunkt, da dies nicht einmal dem Tunnelprojekt Stuttgart 21 nutzt, ist ein Affront gegen alle Bürger.“
Die Fällarbeiten bringen das Tunnelprojekt Stuttgart 21 in keiner Weise weiter, auf der entstehenden Brache kann mindestens dieses und nächstes Jahr nichts gebaut werden.
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