Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Unterm blau-weißen Himmel

Die Wackelei
von der Akeley
im Frühlingswind,
mal sacht, mal geschwind,
neben dem Birkenbaum,
ein Schönwettertraum.
Ein Schütteln, ein Nicken,
zu schade zum Pflücken,
gibt richtig aus
wie ein Blumenstrauß;
zum Muttertag
der wohl gelten mag.
In Rosa, in Blau,
zum Kaffee am Mittag genau,
spreizt Blütenblätter
wie die Federn der Pfau.
Oh, schau!

Frühlings-Erwartung

F: Fortschrittsglaube als utopisch verbrämt erklärt.
R: Reue über jede verpasste Chance.
Ü: Überschwang als Gefahr gefürchtet.
H: Heute ist nur die Vorbereitung aufs Morgen.
L: Lange, überlange erscheint die Zeit bis zur Reife.
I: Irgendetwas enttäuscht jeden Tag.
N: Nie ist etwas fertig, nur schon vergangen ist manches.
G: Gerne gilt nur die Zukunft als ideal.

Maienwonne erfahren.
Jubelnd jeden Tag lieben.
Köstliches wirklich kosten können.

Wahrlich, das bleibt Dir so versagt.

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