Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

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Alternativlos?

Ohne Virgeln
ganz eben schmirgeln
die Höcker und Buckel;
ganz Harmonie, ganz Nuckel
sich gönnen, sich geben:
ein genussvolles Leben.

Mir würde das nicht behagen,
denn so ein Betragen
wäre für mich ein Versagen;
krank wäre mein Magen.
Was alles verschwände
und wäre am Ende
nur lästig, verächtlich
und wäre beträchtlich
unnütz, gefährlich
für die, die nicht ehrlich
der Sache sich stellen?

Vorsicht vor Hunden,
die alle verbellen.
Müssen wir nicht
auch denen uns stellen,
die viele Stunden
stochern in Wunden
und Finstres erhellen?

Nicht jeder Fremde ist Dieb.
Habt ihr die Mäkler nicht lieb?

Dichters Beschwerden*

Das Wortlos zu tragen:
Es macht sich so breit,
das Wort, will gesehen werden,
geschaffen, benützt.

Wortlosigkeit will es nicht dulden.
Schwer ist es
das Wortlos zu tragen,
wortlos nicht sein zu dürfen.

Was aber,
wenn Sprachlosigkeit gar gezeugt wird
durch Unglaubliches?
Dann noch Worte finden,
ist es nicht aussichtslos?


*nach einer Idee/Frage (WORTLOS …) von Petros/Lüricker Wolfgang Schulze auf facebook

Der Unterschied vorher – nachher

… direkt vor der Wahl und nach der Wahl: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151103590776932&set=a.60030686931.83538.713096931&type=1&ref=nf

(Für die, welche die facebook-Seite nicht aufschlagen können, hier die „Lösung“: Mitt Romney – Ohne Romney)

und noch was von mir:

OB AM A RSCH DER WELT
oder in Amerika:
die Gefahr ist die gleiche:
Ob die Vernunft
mit genügend Macht ausgestattet ist,
um sich durchzusetzen,
ist mindestens weiterhin
unsicher.*

*Wir in Baden-Württemberg kennen das 🙁

Aus Brunis (siehe https://www.wortbehagen.de/index.php) Kommentar:

Ob dort oder hier,
es ist das gleiche Bier.

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