… die schönen Tage von Aranjuez
„außerhalb gleichwelcher Aktualität“?
Träume, sind sie nicht realitätsgebunden?
Vorüber, vorüber?
Real ist der Wahnsinn?
Nein, wir sind
nicht vergebens hier gewesen.
Was geht zu Ende?
Und was beginnt?
Real ist der Traum.
Wie anders
sollten wir kämpfen
können?
Sire, geben sie
der Vernunft eine Chance!
Rodrigo klingt.
Imperative leben auf.
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12 – 12- 12
das ist der tag ist der tag ist der tag das
ENDE:
EDEN?
Aber:
Ein purer Haltepunkt ist ein purer Haltepunkt ist ein purer Haltepunkt
(auch wenn er Tiefbahnhof und Stuttgart 21 heißen soll)
OHNE ROSE
OHNE EROS
OHNEHIN:
EIN HOHN!
Angesichts der Ausstiegsspekulationen aus Stuttgart 21 (wegen der ständig steigenden Kosten), die bei der Bahn-Aufsichtsratssitzung am kommenden Mittwoch eine Rolle spielen, erinnere ich an meinen Beitrag „Ja, jetzt!“ vom Dienstag, dem 13. Dezember 2011 (https://www.maierlyrik.de/blog/2011/12/13/ja-jetzt/):
Nach Nein zum Ausstieg
kommt der Kosten-Tsunami.
Wer wollt´ es wissen?
Inzwischen ist nicht mehr auszuschließen, dass sogar die DB das vielleicht „wissen“ will.
Damit bei allem Weihnachts- und Adventstrubel die Vorbereitung auf das alte Fest der Wintersonnwende nicht zu kurz kommen muss, hier die drei Gedichte dazu aus meiner alten Sammlung „Wintergedichte“ (https://www.maierlyrik.de/Wintergedichte.pdf):
Wandel
Weniger werden die Tage
des schwindenden Lichts.
Die Sanftheit des Dunkels,
die Wonne des Winterschlafs
wird schon gemindert.
Ein Neues wird kommen.
Genommen wird und gegeben.
Trauer ist ja ein Teil
jedes Wandels.
Auftakt
Ein Keil in die Nacht geschlagen.
Hammerschläge verhallen.
Stille breitet sich aus.
Lichtfunke glüht.
Frost regiert noch ein Weilchen.
Das wärmende Feuer:
Wir entfachen´s.
Nüchternwerdung nach dem Feiertagsrausch
Wenn nun die Nächte kürzer wieder werden,
so raffe ich mich auf und sage
dem Winterschlaf Ade,
wenn jeden Tag uns von Natur aus schon
mehr Raum im Licht für Tätigkeiten bleibt,
so wie die Alten sagten:
„zu Nutz und Frommen“:
wenn Nützliches gleich Angenehmes heißt:
nicht noch mehr Dividende,
die nicht mehr als geteilt,
die als gerafft, geraubt zu gelten hat,
nein, dass ich vom Gemeinbesitz der Menschen
weltweit das, was mir zugeteilt, annehmen kann,
dass meine inn´re Würde drunter nicht leidet.
Ruhmreiche Schande wünsche ich mir nicht.
Da sich die Welt sowieso verändert, braucht man sich nicht zu schämen, wenn man versucht, dieser Veränderung eine gute Richtung zu geben.
Nur wer wirklich etwas zu sagen in der Lage ist, was Bestand hat, gehört zu den Dichterinnen und Dichtern.
Ich glaube nicht, dass die dichtende Zunft Wirklichkeit verändern darf (und auch nicht will), wenn dabei eine Verfälschung der Wirklichkeit entsteht. “dicere”, von dem “Dichten” herkommt, deutet ja darauf hin, dass dabei etwas Wichtiges, Richtiges “gesagt” wird. Nur wer wirklich etwas zu sagen in der Lage ist, was Bestand hat, gehört zu den Dichterinnen und Dichtern. Es ist genau zu unterscheiden, inwiefern nur geschrieben oder gedichtet wird.
Das Verb “erdichten” dürfte also nicht benützt werden, wenn Wirklichkeit verfälscht, sondern wenn neue Wirklichkeit(en) geschaffen werden.
Schwarz-Weiß-Grafik mit frischem Schnee
auf der Baumgeäst-Silhouette.
Endgültig verabschiedet: der bunte Herbst.
*ein Achtundzwanziger ( https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/ )

Stuttgart 21 150.Montagsdemo.wmv
www.youtube.com
Beitrag der SWR Landesschau BW am 27.11.2012
https://www.youtube.com/watch?v=Mm2foXitIqo