Oft ist es besser Abstand haben
Und sich am echten Leben laben.
Dann hat vielleicht das Känguru
Seine verdiente Kängu-Ruh.
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Vielleicht hilft das ein wenig weiter, wenn mein Gedichtkonstrukt „Aktionen und Verhältnisse“ (https://www.maierlyrik.de/blog/2013/08/30/6068/) Rätsel aufgibt?:
https://www.avant-verlag.de/comic/kurt_schwitters_jetzt_nenne_ich_mich_selbst_merz_herr_merz
Ausatmen,
einatmen,
ausmerzen,
einmerzen,
aussehen,
einsehen,
ausgehen,
eingehen,
ausstehen,
einstehen.
Zurücksehen,
vorsehen,
zurückgehen,
vorgehen,
zurückstehen,
vorstehen,
zurückbringen,
vorbringen
zurückmerzen,
vormerzen.,
Kummer in der Welt,
die volle Wahrheit,
als Basilikumpflänzchen,
den furchtbaren Krieg nicht,
für den Frieden.
Dahin,
etwas,
dorthin,
um Sekunden,
der entscheidenden Sitzung,
etwas,
eine Forderung,
Herrn Merz …
Strahlend blauer Himmel mit Mond.
Ein Wolkenhauch nur scheint der zu sein.
Schämt er sich denn als versteckter Voyeur?
*ein Achtundzwanziger
Die Eibischblüten suchen sich
aus der Baumlaube heraus den Weg,
sich der Birkenblätter erwehrend, ans Licht.
*Info zu den Achtundzwanzigern:
https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/
Unrecht kann ich nicht dulden,
mit Unrecht kann ich´s nicht tilgen.
Mit Unrecht kann ich nicht leben,
Unrecht zu tilgen ist mein Bestreben.
Wie lebe ich noch
in diesem Dilemma?
Sterben müssen
schon vor der Zeit
halte ich doch
für ein Unrecht,
bin nicht bereit,
es zu dulden.
Ich bin nicht bereit.
Wo kann ich mich bergen?
Will ich Unrecht nicht dulden,
muss das Recht ich schon säen,
bevor das Unrecht gedeiht.
Wäre ich nur nicht
immer so bequem.
Richtete ich´s nicht lieber
mir ein angenehm.
Weckt mich doch auf!

Nach dem Herbstniesel
Doch wieder blaue Streifen.
Noch ist ja Sommer.
Wir einst als Paar im Schattenriss:
Schatten in der Mitternachtssonne:
Der Nacht entrissen jegliches Vergessen.
Gespeichert das Bild.
Eingebrannt ins Erinnern.
Tiefe Gewissheit.
Sollte je die Form verschwimmen,
wir finden doch immer wieder Trost
und letzte Zuflucht in dem Vollmond-Schatten.
Moonshadow,
Moonshadow.
Es klingt ja im Lied.
Es klingt auch im Leben,
Es klingt in der Liebe.
Es klingt ja im Sein.
*nicht nur ein Achtundzwanziger
Ich will´s nicht glauben: Es wird Herbst.
So golden ist er doch und fruchtig.
Ich liebe ihn, doch kommt danach der Winter.
*ein Achtundzwanziger (https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/)
Das Kommentargedicht von Bruni möchte ich Euch nicht vorenthalten:
ich liebe ihn
wenn er golden daherkommt
hängt aber der Winter schon
an seinen Rockschößen,
dann mag ich ihn nicht mehr
dann folgen auf die
Nebel wie Rauch auch
gleich die langen
Morgenschatten,
fröstelnde, dustere Tage
und die sind entsetzlch
schwer zu ertragen