Man kann mit ihnen erschlagen:
mit überreichlichen Metaphern
oder zu Tode langweilen mitunter.
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MEIN GUTENACHTWUNSCH?
MEIN GUTACHTENWUNSCH!
Erzwungenes Gedenken.
Wenn auch nur eine Minute lang.
Diese Ewigkeit wenigstens
erlaubt keine Spielchen.
Sonst dominieren sie ja
unser Verhalten.
Und es werden immer mehr
Tote im Mittelmeer werden;
oder wo dann auch immer.
Der Scheinwerfer traf meinen Blick,
grade als beim Konzert Dota sang
den Text: „Komm, lass dich blenden; lass dich blenden!“
*ein Achtundzwanziger

Klaus Bednarz, einer der Großen des deutschen Journalismus, ist mit 72 Jahren gestorben.
Das Kirschblütenmeer
am Abhang zum Schnaiter Tal:
Neues Ergötzen.
Ein Kohlweißling fliegt
durch die Szene.
Der Schatten der Birke
liegt malerisch
über dem Frühjahrsbildnis,
übersät von blütenreichen
Fruchtbarkeitsversprechen.
Denen würde ich glauben,
wäre es ein Zitrronenfalter gewesen.
Doch auch dem blauen Himmel
glaube ich nicht.
Schon ziehen Wolken
über meine ungewissen
Visionen.
Es gibt ja so viele
verdüsternde Meldungen.
Und sie passen so gut
zu den Toden,
welche die Geschichte
unwiederbringlich
repräsentieren.
Ein großartiger Mann und Künstler fehlt uns nun:
Literaturnobelpreisträger Günter Grass ist im Alter von 87 Jahren gestorben.